Nicht die Höhe der Managergagen ist das Problem, sondern die Leistungsmessung nach falschen Kriterien.
Einiges an der Kritik des Rechnungshofes an Managerverträgen mutet seltsam an. Etwa das Herummäkeln am Umstand, dass das Gesamtjahresentgelt der Manager von Landesfirmen nicht in allen Bundesländern mit der Gage des Landesfürsten gedeckelt ist. „If you pay peanuts, you‘ll get monkeys“, sagen die Amerikaner zu solchen Fällen.
Die Höhe der Gagen ist sicher nicht das Problem. Dieses ist eher die Antwort auf die berühmte Frage „Wos wor mei Leistung?“ Daran hapert es nämlich wirklich. Die variablen Bezugsbestandteile hängen ja überwiegend an „Kennzahlen, die nicht geeignet sind, einen nachhaltig wirkenden wirtschaftlichen Erfolg der Managertätigkeit widerzuspiegeln“, wie der Rechnungshof vornehm meint. Weniger vornehm könnte man es auch reichlich vertrottelt nennen, Boni etwa an die Erreichung eines bestimmten Aktienkurses zu einem bestimmten Stichtag zu knüpfen. Da muss man kein Wirtschafts-Nobelpreisträger sein, um zu erkennen, dass so etwas zu Manipulation und Trickserei geradezu einlädt – wie in der Korruptionsoase Telekom eindrucksvoll vorexerziert.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.08.2011)