9/11
''Oh mein Gott, wir sind viel zu tief''
"Amerika wird angegriffen": Das "Pearl Harbour des 21. Jahrhunderts" in Zitaten. Was die Attentäter, Stewardessen, Bush und Schüssel sagten.
"Das Cockpit antwortet nicht, in der Business-Klasse ist jemand erstochen worden - und ich glaube hier ist Tränengas, dass wir nicht atmen können. Ich weiß nicht, ich glaube wir werden entführt."Betty Ong, Stewardess am Flug 11, warnt per Funk American Airlines. Kurz darauf kracht der Flieger in den Nordturm des World Trade Centers.
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"Wir haben mehrere Flugzeuge. Bleibt ruhig, und ihr werdet okay sein. Wir fliegen zum Flughafen zurück (...) Keiner bewegt sich. Alles wird in Ordnung kommen. Wenn ihr versucht, euch zu bewegen, gefährdet ihr euch selbst und das Flugzeug. Bleibt ruhig." Todespilot Mohammed Atta richtet sich an die Insassen von Flug 11. Die Luftverkehrskontrollore hören seine Aussagen per Funk mit.
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"Irgendetwas stimmt nicht. Wir fallen rapide ab (...) Wir sind außer Kontrolle (...) Ich sehe Wasser. Ich sehe Gebäude. Ich sehe Gebäude (...) Wir fliegen jetzt niedrig. Wir fliegen sehr, sehr niedrig. Wir fliegen viel zu niedrig. (...) Oh mein Gott, wir sind viel zu niedrig." Amy Sweeney, Stewardess am Flug 11, spricht mit einem Kollegen von American Airlines auf dem Herkunftsflughafen Boston. Es folgen laute atmosphärische Störungen und innerhalb von weniger als zwei Minuten der Einschlag in den Nordturm des World Trade Center.
"Es wird schlimm. Eine Stewardess ist erstochen worden. Es scheint, sie haben Messer und Tränengas. Sie haben gesagt, sie haben eine Bombe. Es wird sehr schlimm im Flugzeug. Passagiere erbrechen, und ihnen wird schlecht. Das Flugzeug macht ruckartige Bewegungen. Ich glaube nicht, dass der Pilot das Flugzeug steuert. Ich glaube wir fallen ab. Ich glaube, sie beabsichtigen, nach Chicago zu fliegen oder woandershin und wollen in ein Gebäude fliegen. Mach' dir keine Sorgen, Papa. Wenn das passiert, wird es sehr schnell gehen. Mein Gott, mein Gott." Peter Hanson, Passagier von Flug 175, der als zweiter in das World Trade Center rast, in einem Handygespräch mit seinem Vater.
"Ich telefonierte, als es plötzlich einen Riesenrumpler gab. Ich habe geglaubt, auf der Baustelle gegenüber ist etwas explodiert. (...) Wir wurden vors World Trade Center gebracht und dort habe ich erst gesehen, dass die Türme brennen. (...) Ich bin dann am Ufer des Hudson-Rivers gestanden, als plötzlich der erste Turm eingebrochen ist. Eine gigantische Staubwolke wälzte sich durch die Straße, man sah nichts mehr, rannte nur noch weg." Augenzeugenbericht des Linzers Gerald Kaiserseder, der sich im World Trade Center aufhält.
"Ein zweites Flugzeug hat den zweiten Turm getroffen. Amerika wird angegriffen." Andrew Card, Stabschef des Weißen Hauses, informiert Präsident George W. Bush während dessen Besuch in einer Volksschule in Florida.
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"Allah ist der Größte, Allah ist der Größte." Ein Entführer von Flug 93, der in Pennsylvania kurz darauf zum Absturz gebracht wird. Passagiere hatten durch Telefonate von den Anschlägen in New York erfahren und griffen die Attentäter an.
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"Wir haben eine nationale Tragödie erlitten. Zwei Flugzeuge sind in einem offensichtlichen terroristischen Anschlag in das World Trade Center gerast. Ich habe mit dem Vizepräsidenten, dem Gouverneur von New York und dem Direktor des FBI gesprochen, und ich habe angeordnet, dass sämtliche Mittel der Bundesregierung eingesetzt werden, um den Opfern und ihren Familien zu helfen und eine vollständige Untersuchung einzuleiten, diejenigen aufzuspüren, die diese Tat ausgeführt haben. Terrorismus gegen unser Land wird keine Zukunft haben. Nun bitte ich sie zusammen mit mir zu einer Schweigeminute. Gott segne die Opfer, ihre Familien und Amerika.'' Erste Reaktion von Präsident George W. Bush.
"Die Opferzahl wird höher sein, als irgendjemand ertragen kann."Der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani am Abend des 11. September.
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"Wenn auch über die Urheber dieser Terrorakte noch nichts bekannt ist, so zeigt doch das gewaltige Ausmaß dieser Katastrophe, dass dahinter ein Plan stehen muss, der in seiner Unmenschlichkeit und Brutalität alles übertrifft, was wir bisher an terroristischen Aktionen erleben mussten." Reaktion von Bundespräsident Thomas Klestil.
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"Wir sind geschockt und entsetzt. Wir möchten allen betroffenen Familien und dem gesamten amerikanischen Volk mein tiefes Mitgefühl übermitteln (...) Gewaltakte wie diese an der Zivilbevölkerung können nie toleriert werden. Kein Land der Welt darf sich durch solche verabscheuungswürdigen Akte einschüchtern und erpressen lassen." Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer in einem Schreiben an Bush.
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"Das Pearl Harbor des 21. Jahrhunderts hat sich heute ereignet. (...) Wir glauben, es ist Osama bin Laden. (...) Wir glauben, es gibt andere Ziele in den USA, aber wir haben das Land gedrängt, zur Normalität zurückzukehren. (...) Wir können einem Terrorstrolch nicht erlauben, uns zu Geiseln zu nehmen. Meine Hoffnung ist, dass uns das eine Gelegenheit bietet, die Welt gegen den Terrorismus zu sammeln." Eintrag von Bush in seinem Tagebuch am 11. September 2001, zitiert aus der Washington Post.
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