Immobilien: Warimpex mit Verlust im Halbjahr

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Der Hotelentwickler sieht keine Krise in der Realwirtschaft. Die Umsätze steigen, doch Abschreibungen drücken das Periodenergebnis. Es blieb blieb ein Minus von 3,16 Mio. Euro.

Wien/B.l. Von der Finanzkrise 2008 war der Hotelentwickler Warimpex schwer getroffen worden und im Jahr 2009 tief in die roten Zahlen gerutscht. Diesmal deute aber nichts auf eine Wiederholung dieser Krise hin, meinte Warimpex-Vorstand Georg Folian. Die Bankenkrise greife nicht auf die Realwirtschaft über, es würden keine Kongresse abgesagt, und man sei gut ausgelastet. Der Umsatz des Unternehmens stieg um neun Prozent auf 51,15 Mio. Euro.

Unterm Strich blieb dennoch ein Minus von 3,16 Mio. Euro. Schuld waren planmäßige Abschreibungen im Ausmaß von 20 Mio. Euro, stellte Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch fest. In anderen Jahren habe man diese meist mit hohen Verkaufspreisen wettmachen können, doch heuer komme das Transaktionsgeschäft nicht so recht in Schwung. Das Unternehmen behält daher seine Hotels länger als üblich– insgesamt sind es derzeit 21. Für das Gesamtjahr erwartet Jurkowitsch aber Gewinne.

Der im Juli vollzogene Verkauf eines 12,5-Prozent-Anteils am Hotel Sobieski in Warschau werde im dritten Quartal schlagend, auch sollten Immobilienfinanzierungen wieder leichter werden und daher mehr Hotels den Eigentümer wechseln. Die Aktionäre zeigten sich wenig begeistert, das Papier lag stark im Minus. Derzeit kostet eine Aktie 1,50 Euro. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um 42 Prozent zurückgegangen. Anfang 2007 war die Aktie um elf Euro an die Börse gebracht worden.

Mehr Gewinn für S-Immo

Am Montagabend gab auch die S-Immo ihre Halbjahreszahlen bekannt. Sie hat ihren Nettogewinn von fünf auf zehn Mio. Euro verdoppelt. Der Umsatz stieg von 79,4 auf 102,3 Mio. Euro. Die Aktie legte daraufhin leicht zu und kostete am Dienstag rund 3,8 Euro.

In der Vorwoche gab die CA Immo bekannt, dass sich ihr Konzernergebnis auf 21,1 Mio. Euro vervierfacht hat. Seit Jahresbeginn haben beide Papiere mehr als ein Viertel ihres Werts verloren. Die Anleger fürchten, dass ein Konjunkturrückgang die Büromärkte treffen könnte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2011)

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