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Aus für Glühbirnen: Energiesparlampen werden teurer

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Symbolbild(c) dapd (Philipp Guelland)
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Ab morgen ist der Verkauf von 60-Watt-Glühbirnen verboten. Hersteller Osram erhöht gleichzeitig den Preis für Energiesparlampen um 20 Prozent. Begründet wird das mit den gestiegenen Rohstoffpreisen.

Gleichzeitig mit dem Verbot der 60-Watt-Glühbirne erhöht der Leuchtmittel-Hersteller Osram die Preise für Energiesparlampen. Begründet wurde die "außerordentliche Preiserhöhung" der Siemens-Tochter zum 1. September mit einem drastischen Preisanstieg bei sogenannten seltenen Erden, die als Rohstoff benötigt werden. Im Schnitt liegen die Preiserhöhungen bei 20 bis 25 Prozent, sagte Osram-Vorstand Martin Goetzeler der "Financial Times Deutschland" (FTD). Betroffen sind Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen.

"Die zunehmende globale Knappheit dieser Materialien hat zu einer Kostenexplosion geführt", zitiert die Zeitung aus einem Brief Osrams an seine Kunden. Hintergrund sei die gestiegene Nachfrage nach seltenen Erden wie Lanthan, Europium, Terbium und Yttrium und die restriktive Exportpolitik Chinas, das bis zu 97 Prozent der weltweiten Förderung und des Angebots kontrolliert. "Seltene Erden sind in den vergangenen zwölf Monaten um 700 Prozent teurer geworden." Osram arbeite an Prozessen, um seltene Erden über Recycling zurückzugewinnen.

Goetzeler rechnet daher mit Preissteigerungen in der gesamten Branche. Der FTD zufolge will der niederländische Weltmarktführer Philips zum 1. Oktober ebenfalls mit einer Preiserhöhung nachziehen.

Glühbirnen bis 2012 komplett verboten

Ab diesem Donnerstag dürfen EU-weit keine herkömmlichen Glühbirnen mit mehr als 40 Watt in den Handel kommen. Bis 2012 ist der Verkauf aller Glühbirnen verboten. Dadurch dürfte die Nachfrage der Verbraucher nach Energiesparlampen deutlich ansteigen. Befürworter hatten bisher argumentiert, die wesentlich teureren Energiesparlampen wären nicht nur effizienter, sondern aufgrund ihrer längeren Haltbarkeit unterm Strich auch günstiger für die Verbraucher. Allerdings halten Kritiker dagegen, dass dies für viele Haushalte nicht zutrifft.

Umweltschützer wie Greenpeace kritisieren zudem den hohen Quecksilbergehalt in den Energiesparlampen. Außerdem würden die Lampen "derzeit nicht ordnungsgemäß recycelt und entsorgt", kritisiert Niklas Schinerl, Energie-Experte von Greenpeace. Die EU solle die Hersteller zur Rücknahme kaputter Sparlampen verpflichten.

Mit der Ablöse der Glühbirnen wurde auch eine neue Kennzeichnung der Leuchtleistung notwendig, die im Vorjahr umgesetzt wurde. Statt der gewohnten Watt soll der sogenannte Lumenwert darüber informieren, wie viel Licht eine Lampe - egal ob Glühbirne, Energiesparlampe oder LED - abgibt.

(Ag./Red.)