US-Regierung senkt Wachstumsprognose deutlich

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US-Regierung%20senkt%20Wachstumszahlen%20f%C3%BCr%202011(c)%20REUTERS%20(Robert%20Galbraith)
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Nach 2,7 Prozent im Februar werden nur noch 1,7 Prozent vorhergesagt. Die Regierung rechnet bis 2013 noch mit einer höheren Arbeitslosigkeit.

Die US-Regierung senkt die Prognosen für ihre Wirtschaftsdaten. Die USA erwarten für dieses Jahr eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und ein geringeres Wirtschaftswachstum als zunächst vorhergesagt. In einer aktualisierten Prognose auf der Basis jüngster Daten geht die Budget-Behörde des Weißen Hauses davon aus, dass die Wirtschaft 2011 insgesamt lediglich um 1,7 Prozent zulegt. Im Februar waren noch 2,7 Prozent vorhergesagt worden. Die US-Zentralbank Fed rechnete zu Jahresbeginn noch mit einem Wachstum zwischen 3,4 und 3,9 Prozent. In den nächsten zwei Jahren erwartet die Behörde mehr Dampf: einen Zuwachs von 2,6 Prozent 2012 und 3,5 Prozent 2013.

Die Arbeitslosenquote wird sich nach der Prognose auf längere Sicht hartnäckig um die neun Prozent bewegen, durchschnittlich werden für dieses Jahr 9,1 Prozent, für 2012 dann immer noch neun und für 2013 schließlich 8,5 Prozent vorhergesagt. Erst 2016, so der Ausblick, dürfte die Quote unter sechs Prozent sinken.

In welch schlechter Verfassung der Arbeitsmarkt aktuell ist, dürften die am Nachmittag erwarteten neuen Daten zeigen. Experten zufolge sind im August nur noch 75.000 neue Jobs geschaffen worden. "Der August war ein ziemlich harter Monat für die Wirtschaft", sagte Ryan Sweet von Moody's Analytics mit Blick auf die heftigen Börsenturbulenzen. "Die Unternehmen dürften die Einstellung von Mitarbeitern erst einmal verschoben haben."

Budgetdefizit niedriger als vorhergesagt

Das Haushaltsdefizit für dieses Jahr beziffert die Behörde auf 1,3 Billionen Dollar, nachdem im Februar 1,65 Billionen vorausgesagt worden waren.

Eine überparteiliche Parlamentarier-Kommission hat den Auftrag, bis Dezember ein Sparpaket im Umfang von bis zu 1,5 Billionen Dollar zur Verringerung der Staatsverschuldung auszuarbeiten. Bereits am 8. September will Präsident Barack Obama in einer Kongressrede Vorschläge zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Stärkung der Wirtschaft unterbreiten.

(APA)

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