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Wird Kathrin Zechner ORF-TV-Direktorin?

Wird Kathin Zechner ORFTVDirektorin
Kathin Zechner auf einem Archivbild(c) AP (LILLI STRAUSS)
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In zwei Wochen wird über das neue ORF-Direktorium abgestimmt. Ein Posten ist noch völlig offen. Und die Besetzung der Technischen Direktion wackelt.

Der Countdown für das neue Direktorium des ORF läuft: In einer Woche, am 9. September, endet die Bewerbungsfrist. Am 15. September stimmt der Stiftungsrat über die Führungsriege von Generaldirektor Alexander Wrabetz ab. Die große Unbekannte ist die künftige TV-Direktorin, über die sich Wrabetz in Schweigen hüllt. Fest stehen hingegen Richard Grasl als Kaufmännischer Direktor sowie Karl Amon als Radiodirektor. Neben der TV-Direktion ist noch die Technische Direktion offen: Hier gibt es zwei Kandidaten.

Er wolle die Bewerbungen abwarten, sagte Wrabetz zuletzt. ORF-Kenner geben die besten Chancen auf den Posten derzeit Vereinigte Bühnen Wien-Intendantin Kathrin Zechner, die schon einmal als ORF-Programmintendantin fungierte. Bewerbungen soll es unter anderen auch von ORF-Fernsehfilmchef Heinrich Mis und ORF-Film und -Serienchefin Andrea Bogad-Radatz geben.

Zwei Kandidaten für die Technikdirektion

Nicht ganz einzementiert ist offenbar noch die Besetzung der Technischen Direktion. Hier gilt der rote ORF-Zentralbetriebsrat Michael Götzhaber als Favorit, den sich auch die SPÖ auf diesem Posten wünschen soll. Im Stiftungsrat mehrten sich zuletzt allerdings auch kritische Stimmen in Richtung Götzhaber. Die Technische Direktion soll in der kommenden Geschäftsführungsperiode aufgewertet werden, die Online-Agenden dazubekommen und für die Standortfrage zuständig sein.

Streitigmachen könnte Götzhaber den Job des Technischen Direktors noch Harald Kräuter. Götzhaber, Kräuter und Karl Petermichl führen die Technik seit dem Ableben von Peter Moosmann gemeinsam operativ. Rund um den ORF werden die Chancen für Götzhaber versus Kräuter derzeit auf 60 zu 40 geschätzt. Bewerben dürfte sich außerdem der technische Geschäftsführer der ORF-Sendetechniktochter ORS, Norbert Grill.

Kommen Channel-Manager?

Während die Besetzung der ORF-Führungsebene also noch nicht fixiert ist, haben sich die Hauptabteilungsleiter des ORF-Fernsehens am Donnerstag bei Wrabetz über die Auswirkungen der geplanten Channel-Manager-Strukturen sowie der Eingliederung der Programmwirtschaftlichen Leitung (PWL) in die Kaufmännische Direktion informiert. Dem Vernehmen nach konnte Wrabetz die Befürchtungen der Hauptabteilungsleiter, sie könnten durch die Channel-Manager in der Kompetenz beschnitten werden, dabei zerstreuen.

So will Wrabetz die Zuständigkeitsbereiche der Channel-Manager gemeinsam mit der künftigen TV-Direktorin und unter Einbeziehung der Hauptabteilungsleiter definieren. Auch soll es diese Funktionen noch nicht mit 1. Jänner 2012 geben, vielmehr sollen die neuen Strukturen schrittweise eingeführt werden, ohne die Hauptabteilungsleiter zu entmachten.

Dass die Übersiedelung des Programm- und Produktionen-Controllings zu Richard Grasl budgetäre Auswirkungen auf das Programm haben könnte, wies Wrabetz zurück.

 

(APA)