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Google: "Wollen Motorola für mehr als nur Patente"

Computer-Rubrik: Patente als juristische Waffen in der Software-Branche
(c) dapd (Julie Jacobson)
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Verwaltungsrats-Vorsitzender Eric Schmidt lobt die Möglichkeit, Hard- und Software zu verschmelzen. Schon bisher gab es Zweifel an der ursprünglichen Aussage, Google wolle Motorola nur wegen dessen Patenten.

Als Larry Page vor kurzem verkündete, Google wolle Motorolas Handy-Sparte wegen deren großem Patentportfolio um 12,5 Milliarden kaufen, hatten manche ihre Zweifel. Google würde mit Motorola zum Handyhersteller mutieren und somit Apple und andere Unternehmen direkt angreifen. Zwar versicherte Page, man wolle das hauseigene Android-Betriebssystem noch weiterhin frei verfügbar gestalten. Neue Aussagen des ehemaligen Google-Chefs und nunmehrigen Verwaltungsrats-Vorsitzenden Eric Schmidt, lassen daran zweifeln.

"Software und Hardware integrieren"

"Wir haben es für mehr als nur die Patente gemacht", sagte Schmidt bei einer Konferenz, wie Business Insider berichtet. Er und Google seien "aufgeregt", dass man die Produktlinie und Marke von Motorola nutzen könne, führt der Manager weiter aus. Es gefalle ihm, dass man "zumindest einen Bereich" habe, wo das Unternehmen "Software und Hardware integrieren" könne. Er ergänzte noch, dass er das US-Patentsystem für kaputt halte. Eine legale Lösung gebe es aber bisher nicht.

Zweifel an Patent-Begründung

Schon vorher gab es Zweifel, dass Google Motorola allein wegen dessen Patentportfolio kaufen will. Die besten Patente seien bereits weg, wurde argumentiert. Das Argument, sich mit den Patenten der Handysparte vor Klagen gegen das Android-System zu schützen, ziehe damit nicht, sind sich Experten einig. Es könnte sogar sein, dass sich Google damit noch mehr Klagen nach einhandelt. Motorola stand bereits mit Apple und Microsoft wegen diverser Patente vor Gericht.

(db)