Kursverluste in Europa setzten den Ölpreis weiter unter Druck. Der Preis der US-Sorte WTI sank um mehr als zwei Prozent.
Kursverluste an den europäischen Aktienmärkten und die Sorge vor einem Abflauen des Wachstums in den USA und China haben die Ölpreise am Montag unter Druck gesetzt. Im späten Nachmittagshandel rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung um 1,56 Dollar auf 110,77 Dollar (78,4 Euro). Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) sank um 2,10 Dollar auf 84,35 Dollar.
Kein Grund für steigende Ölpreise
Ein unerwartet schwacher Arbeitsmarktbericht aus den USA hatte die Ölpreise schon am vergangenen Freitag sinken lassen. Die US-Arbeitsmarktdaten "waren negativ genug, um an eine sehr schwache Wirtschaftserholung in den USA zu glauben", hieß es in einer Analyse der Commerzbank. Überhaupt gebe es derzeit keine Gründe, die für einen steigenden Ölpreis sprächen, sagte ein Rohstoffexperte der Credit Suisse.
Insbesondere in den weltgrößten Volkswirtschaften USA und China deute sich eine spürbare Abkühlung der Konjunktur und damit ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach Rohöl an, sagten Händler. In den Vereinigten Staaten grassieren sogar Sorgen vor einer zweiten Rezession innerhalb weniger Jahre.
Unterdessen fiel auch der Preis für OPEC-Rohöl weiter. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 110,37 Dollar. Das waren 84 Cent weniger als am Donnerstag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
(APA/Ag.)