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Tirol: Absage für türkisches Privatgymnasium

Tirol Absage fuer tuerkisches
(c) Clemens Fabry

Man sei generell gegen die Errichtung von Privatschulen jeder Art, heißt es von Seiten der Gemeinde Rum. Türkischstämmige Unternehmer wollten dort ein Privatgymnasium gründen.

Die Tiroler Marktgemeinde Rum im Bezirk Innsbruck-Land hat dem von türkischstämmigen Unternehmern geplanten gemischtsprachigen Privatgymnasium eine Absage erteilt. Der zuständige Ausschuss habe ausführlich alle Für und Wider diskutiert und sei "einhellig" zu dem Schluss gekommen, dass man "generell gegen die Errichtung von Privatschulen jeder Art" sei, erklärte die Marktgemeinde am Dienstag in einer Aussendung.

Eine Umwidmung des betreffenden Gebäudekomplexes werde "nicht in Erwägung gezogen". Der Antrag wurde Montagabend im zuständigen Ausschuss der Gemeinde behandelt. Integration gelinge grundsätzlich dann, wenn "alle Schüler in einem Schulbereich untergebracht" würden und nicht einzelne Kulturgruppen sich spezialisierten. Die Hauptschule Rum zeige diese "gelebte Integration" seit vielen Jahren, hieß es.

Eine Gruppe türkischstämmiger Unternehmer hatte das Konzept bei der Gemeinde Rum eingereicht. Schulerhalter hätte ein erst zu gründender Verein sein sollen. Bereits mit dem Schuljahr 2013/2014 hätte nach Wunsch der Projektinitiatoren der Betrieb aufgenommen werden sollen. Der Entwurf sah Türkisch zusätzlich zum normalen Unterricht vor - als Muttersprache für türkischsprachige und als lebende Fremdsprache für nicht-türkischsprachige Schüler.

(APA)