Die Bank of America versucht mit verzweifelten Mitteln, aus der Krise zu kommen. Gesprochen hatte man bisher stets nur von 10.000 Jobs, die eingespart werden müssten.
Washington/Ag. Diesmal hat nicht einmal Warren Buffett geholfen. Erst vor wenigen Tagen beteiligte sich der legendäre Investor mit fünf Mrd. Dollar an der Bank of America (BoA). Eine ähnliche Finanzspritze für Goldman Sachs half, das Unternehmen an den Börsen wieder interessant zu machen. Nicht so bei der BoA.
Jetzt bleibt der Großbank nur eine Radikalkur, um aus der Krise zu kommen: Laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ sollen 40.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Gesprochen hatte man bisher stets nur von 10.000 Jobs, die eingespart werden müssten. Die Massenkündigungen würden etwa 14 Prozent der Belegschaft treffen.
Aktie verlor 75 Prozent
Die BoA hatte sich, wie viele große Banken, mit Subprime-Krediten verspekuliert. Das Unternehmen mit 288.000 Mitarbeitern konnte seither nicht mehr richtig Fuß fassen. Seit Beginn des heurigen Jahres hat sich sein Börsenwert fast halbiert, seit 2007 verlor die Aktie 75 Prozent ihres Wertes.
Zu den Problemen mit den „faulen“ Krediten kommen juristische Schwierigkeiten. Die US-Behörden haben eine Milliardenklage unter anderem gegen die BoA wegen des Vorwurfs, die Krise mit den Hypothekengeschäften angeheizt zu haben, eingereicht. Auch privatrechtlich ist die Bank mit mehreren Klagen geschädigter Anleger konfrontiert.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2011)