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Marlene Streeruwitz für Deutschen Buchpreis nominiert

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Sechs Titel haben es auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2011 geschafft. Darunter auch neue Romane von Sibylle Lewitscharoff und Eugen Ruge.

Die österreichische Autorin Marlene Streeruwitz ist mit ihrem vor wenigen Tagen erschienen Roman "Die Schmerzmacherin" auf der sechs Titel umfassenden Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2011. Ihre Konkurrenten für den mit 25.000 Euro dotierten Preis, der zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse am 10. Oktober vergeben wird, sind Sibylle Lewitscharoff ("Blumenberg"), Eugen Ruge ("In Zeiten des abnehmenden Lichts"), Jan Brandt ("Gegen die Welt"), Angelika Klüssendorf ("Das Mädchen") und Michael Buselmeier ("Wunsiedel").

Doris Knecht und Ludwig Laher haben den Sprung von der Longlist in die Finalrunde nicht geschafft.

Im Mittelpunkt von "Die Schmerzmacherin" steht eine junge Frau, die eine Ausbildung zur Angestellten eines internationalen Sicherheitsunternehmens durchläuft und mit beinharten Trainings, aber auch völlig undurchschaubaren Vorgängen konfrontiert wird.

"Wir haben hart gerungen"

"Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, und um das endgültige Ergebnis haben wir einen Tag lang hart gerungen", sagte Jurysprecherin Maike Albath. "Bundesrepublikanische Anti-Idyllen sind auf der Liste ebenso vertreten wie lakonische Gesellschaftsromane über die DDR. Die Helden tragen schwer an Heimat und Herkunft. Verwickelte Familienverhältnisse dienen oft als Fallbeispiele. Nicht nur die ostdeutsche Unterschicht und die Nomenklatura rücken dem Leser nahe, sondern auch das westdeutsche Studentenleben, die ostfriesische Provinz oder das globalisierte Ambiente einer Sicherheitsfirma", so Albath. In den vergangenen fünf Monaten waren von den sieben Jurymitgliedern 198 Titel gesichtet worden.

Der Buchpreis

Die bisherigen Preisträger des Deutschen Buchpreises waren der Vorarlberger Arno Geiger für "Es geht uns gut" (2005), Katharina Hacker für "Die Habenichtse" (2006), Julia Franck für "Die Mittagsfrau" (2007), Uwe Tellkamp für "Der Turm" (2008), Kathrin Schmidt für "Du stirbst nicht" (2009).

Im Vorjahr gewann die in Serbien geborene und in Zürich lebende Autorin Melinda Nadj Abonji mit ihrem beim Salzburger Verlag Jung und Jung erschienenen Roman "Tauben fliegen auf".

www.deutscher-buchpreis.de

 

(APA)