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Wintereinbruch: Mehrere Bahnstrecken gesperrt

Wintereinbruch Mehrere Bahnstrecken gesperrt
Wintereinbruch in Österreich(c) APA/ROBERT PARIGGER (ROBERT PARIGGER)
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Nach dem Wintereinbruch bleiben auch am Dienstag die Tauernstrecke und die Brennerbahn gesperrt. Der Schaden für die ÖBB ist enorm.

Ein Italien-Tief hat am Montag in Westösterreich für einen ersten Wintereinbruch mit Schneefällen bis in tiefe Lagen herab gesorgt. Bei der Hagener Hütte in der Nähe von Sportgastein wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden 80 Zentimeter Neuschnee gemessen, so Liliane Hofer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden oder waren nur mit Schneeketten passierbar. Umgestürzte Bäume, die ihre Schneelast nicht mehr tragen konnten, sorgten in Tirol für Probleme bei der Energieversorgung. Rund 3500 Haushalte waren ohne Strom.

Gleich mehrere Bahnstrecken bleiben auch am Dienstag gesperrt. Nach Angaben eines ÖBB-Sprechers waren die Tauernstrecke und die Brennerbahn betroffen. Ein Schienersatzverkehr wurde eingerichtet. Bahn-Mitarbeiter müssen insgesamt etwa 300 umgestürzte oder gefährdete Bäume abarbeiten, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Die ÖBB beziffern den Schaden alleine an der Infrastruktur mit mehreren 100.000 Euro.

Zwei Kilometer Fahrleitung beschädigt

Auf der Tauernroute waren rund zwei Kilometer Fahrleitung beschädigt, ein Arbeiten in der Nacht war aus Sicherheitsgründen nicht möglich. "Seit Tagesanbruch sind dort wieder zwei Motorturmwagen und eine Gruppe von Lehnenarbeiter im Einsatz", so der ÖBB-Sprecher. Die Sperre der Strecke soll bis 15 Uhr dauern. Einen Schienenersatzverkehr gab es zwischen Bischofshofen und Spittal über die Autobahn.

Auf der Brennerstrecke war die Streckenfahrleitung oberhalb von Steinach in Richtung Brenner auf rund 700 Metern stark beschädigt. Die Brennerbahnstrecke ist Dienstagabend wieder eingleisig befahrbar gewesen. Die ÖBB-Mitarbeiter mussten mehr als 100 Bäume wegräumen.

In Salzburg blieben am Montag drei Züge hängen. Im Gasteinertal stürzten Bäume unter der Schneelast um und fielen auf die Oberleitung der Tauernbahn. Ein mit rund 80 Bahnreisenden besetzter Schnellzug von Salzburg nach Klagenfurt saß im Bereich Angertal bei Bad Hofgastein seit 9.30 Uhr auf der Strecke fest. Am Nachmittag wurde der Zug mit einer Diesellok nach Bischofshofen geschleppt.

In der Mittagszeit blieben in Salzburg noch zwei weitere Züge mit insgesamt rund 150 Fahrgästen stecken, nachdem auch zwischen Lend und Taxenbach Bäume umgestürzt waren und die Westbahnstrecke unterbrachen. Betroffen waren ein Regionalexpress von Innsbruck nach Salzburg sowie ein Intercity von Wien nach Innsbruck.

Probleme für den Straßenverkehr

In Tirol gab es am Dienstag weitere "kleine" Probleme für den Straßenverkehr. Die Achenseebundesstraße war nach einem Felssturz in der Nacht nach Angaben der Polizei für den Schwerverkehr komplett gesperrt. Für den übrigen Verkehr gab es eine örtliche Umleitung über die Uferstraße. Gesperrt blieb auch der Übergang über das 2474 Meter hoch gelegene Timmelsjoch im Hintersten Ötztal. Die Brennerautobahn (A13) war laut Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos salznass. Auch die Arlbergpassstraße war mittlerweile wieder ungehindert befahrbar.

Sonniger ab Mittwoch

Die größten Niederschlagsmengen wurden entlang des Alpenhauptkamms sowie in den klassischen Südstaulagen gemessen. "In Kötschach-Mauthen fielen insgesamt 135 Liter pro Quadratmeter, das ist sogar mehr als dort im gesamten September fällt", erklärt Clemens Teutsch vom Wetterdienst Ubimet. 

So regnerisch und kühl die neue Woche begonnen hat, wird sie vorerst auch weitergehen. Sonniger wird es erst ab Mittwoch, gegen Ende der Woche steigen die Temperaturen wieder. Meteorologen erwarten einen typischen Altweibersommer mit Temperaturen über 20 Grad.

(APA/Red.)