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Gaddafi-Gegner nehmen Wüstenoase Sebha ein

Gaddafi-Gegner nehmen Wüstenoase Sebha ein
Anti-Gaddafi-Kämpfer(c) REUTERS (Youssef Boudlal)
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Nach eigenen Angaben haben Kämpfer des Übergangsrats die Kontrolle über eine der letzten Gaddafi-Bastionen. Der Aufenthaltsort des Ex-Diktators ist weiter unbekannt.

Die Milizen des libyschen Übergangsrates haben nach eigenen Angaben die Wüstenoase Sebha eingenommen. Die vormaligen Rebellen würden die Stadt nunmehr gänzlich kontrollieren, zitierte der Nachrichtensender Al Jazeera Quellen aus dem Übergangsrat. Von unabhängiger Seite ließ sich das zunächst nicht bestätigen.

Demnach würden die letzten Getreuen des untergetauchten Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi nur mehr die Küstenstadt Sirte und die Wüstenstadt Bani Walid kontrollieren.

Heftige Kämpfe bei Sirte

Bei Sirte meldete Al Jazeera äußerst opferreiche Kämpfe. Seit der Intensivierung der Angriffe der Truppen des Übergangsrats in der Vorwoche seien 45 Kämpfer getötet und weitere 200 verletzt worden. Bei Bani Walid hingegen kommen die Truppen des Übergangsrates nach Medienangaben aus Tripolis nicht voran.

Einer der dort kämpfenden Kommandeure sagte der Zeitung "Qurayna al-Jadida", die Soldaten und Söldner Gaddafis in Bani Walid benutzten Zivilisten als menschliche Schutzschilde. In der Nacht zum Dienstag seien in der Stadt elf junge Männer "abgeschlachtet" worden, weil man sie der Zusammenarbeit mit den Gaddafi-Gegnern verdächtigt habe.

Die neuen Machthaber gehen davon aus, dass sich der im August verschwundene Gaddafi in einer der drei umkämpften Städte oder in einem Versteck in der Wüste aufhält. Seit Wochen verbuchen die Truppen der neuen Machthaber nur mühsame Fortschritte, weil die dort verschanzten Gaddafi-Getreuen gut organisiert sind und zum Teil erbitterten Widerstand leisten.

Nato setzt Militäreinsatz fort

Die Nato hat am Mittwoch beschlossen, das Mandat für den Libyen-Einsatz um 90 Tage zu verlängern. Das teilte ein Diplomat des Militärbündnisses in Brüssel mit.

Die Nato hatte das Kommando über den Militäreinsatz in Libyen Ende März übernommen. Die Allianz stützt sich dabei auf eine UN-Resolution, die ein Eingreifen zum Schutz der Zivilbevölkerung in dem nordafrikanischen Land erlaubt.

(Ag.)