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Der „blutleere“ Herr Haslauer

(c) Clemens Fabry
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Wie war das schnell noch mal mit dem Glashaus und den Steinen?

Der bekannt charismatische Salzburger ÖVP-Landeshauptmannstellvertreter Wilfried Haslauer hat SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann nun also „blutleer“ genannt. Gegen Haslauer ist Faymann allerdings ein echter „Austro-Obama“ (© Wolfgang Fellner – der hat das jedoch ernst gemeint).

Nun kann man gegen Werner Faymann bezüglich des regen Inseratenhandels zwischen seinen bisherigen Amtsstuben und dem Boulevard einiges ins Treffen führen, zumal dies doch sehr nach politischer Bestechung – wohlwollende Berichterstattung gegen übermäßige finanzielle Zuwendungen – aussieht. Aber einen amtierenden Regierungschef „negatives Gesicht“, „destruktives Element“ und „Kunstprodukt“ zu nennen, ist man eher von der FPÖ gewöhnt als vom Präsidenten der Internationalen Salzburg Association.

Zur Relativierung sei vielleicht angefügt: Haslauer hat seine Äußerungen beim „Rupertitreffen“ getätigt. Das dürfte so eine Art Aschermittwoch der Salzburger ÖVP sein.

 

oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.09.2011)