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Reichtum: Facebook-Chef überholt Google-Gründer

Mark Zuckerberg
AP (Paul Sakuma)
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Laut "Forbes" hat Mark Zuckerberg seine Konkurrenten Larry Page und Sergey Brin überholt. Zusammen verfügen alle drei aber immer noch über weniger als Microsoft-Gründer Bill Gates.

Die neueste "Forbes"-Liste der reichsten US-Amerikaner dürfte ein Grinsen auf das Gesicht von Facebook-Lenker Mark Zuckerberg gezaubert haben: Danach hat er nämlich seine beiden Google-Widersacher Sergey Brin und Larry Page knapp überholt. Das US-Magazin schätzt Zuckerbergs Vermögen auf 17,5 Milliarden Dollar (13,01 Milliarden Euro), während es den Google-Gründern jeweils 16,7 Milliarden Dollar zuschreibt.

Im Vorjahr war Zuckerberg noch deutlich hinter den Google-Jungs gelegen, doch er machte in diesem Jahr den größten finanziellen Sprung aller Superreichen und legte beim Vermögen um satte 10,6 Milliarden Dollar zu, wie "Forbes" am Mittwoch in New York erklärte. Damit schob er sich im Vergleich zum Vorjahr von Rang 35 auf 14 vor.

Vermögen in Firmen "geparkt"

Allerdings sind die Zahlen am Ende nur Schall und Rauch - weder Zuckerberg noch seine Google-Kontrahenten haben die Milliarden auf dem Konto liegen. Ihr Vermögen steckt vor allem in ihren Firmen. Deren Bewertung dient als Ausgangsbasis für die "Forbes"-Schätzung. Bei Google ist das relativ einfach, weil der Suchmaschinen-Primus börsennotiert ist, bei Facebook als privat gehaltenem Unternehmen werden Anteilsverkäufe abseits der Börse hochgerechnet.

Bill Gates noch immer reicher

Danach ist Facebook 66,5 Milliarden Dollar wert, Google kommt an der Börse auf 174,1 Milliarden Dollar. Über beide Zahlen kann einer nur lachen: Bill Gates, wieder einmal der reichste Amerikaner überhaupt. Sein Baby Microsoft steht an der Börse mit 217,8 Milliarden Dollar, sein eigenes Vermögen stieg laut "Forbes" um 5 Milliarden auf 59 Milliarden Dollar.

Gates' Freund Warren Buffett hatte weniger Glück. Er musste zusehen, wie sein Vermögen schrumpfte. In der Reichenliste steht er "nur" noch mit 39 Milliarden Dollar - ein Minus von 6 Milliarden Dollar. Der Einbruch dürfte auch den Turbulenzen auf den Finanzmärkten geschuldet sein, auf denen der 81-Jährige mit seiner Holding Berkshire Hathaway mitmischt.

Die überwältigende Mehrheit der Superreichen in den USA habe dagegen zulegen können, teilte "Forbes" in New York mit. Im Durchschnitt habe jeder der 400 reichsten US-Amerikaner 3,8 Mrd. Dollar auf der hohen Kante, was einem Zuwachs von 12 Prozent gegenüber 2010 bedeute. Das Gesamtvermögen belaufe sich auf 1,5 Billionen Dollar.

Weltweit gilt der mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim als der reichste Mensch - noch deutlich vor dem reichsten US-Amerikaner Bill Gates. Nach der letzten "Forbes"-Schätzung aus dem März kommt Slim auf 74 Milliarden Dollar.

(Ag.)