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IWF-Mittel bei schwerer Krise womöglich zu gering

Christine Lagarde
(c) AP (Manuel Balce Ceneta)

Christine Lagarde warnte davor, dass die Mittel des Währungsfonds nicht ausreichen könnten, um eine große Wirtschaftskrise zu bekämpfen.

Die Mitgliedsstaaten des Internationalen Währungsfonds (IWF) wollen gemeinsam Gefahren für die Weltwirtschaft durch die jüngsten Krisen bekämpfen. Auch wenn die Situation bei den Mitgliedern sehr unterschiedlich sei, seien ihre Volkswirtschaften doch eng vernetzt, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung beim Jahrestreffen von IWF und Weltbank in Washington. "Wir werden deshalb gemeinschaftlich handeln, um Vertrauen und finanzielle Stabilität wiederherzustellen und das Wachstum wiederzubeleben." Die 17 Länder der Euro-Zone verpflichteten sich dabei gegenüber den anderen IWF-Mitgliedern, "alles Notwendige" zu tun, um die Schuldenkrise in Europa in den Griff zu bekommen.

IWF-Chefin Christine Lagarde ihrerseits warnte davor, dass die finanziellen Mittel des IWF nicht ausreichen könnten, um eine große Krise zu bekämpfen. Zwar verfüge die Organisation über fast 400 Milliarden Dollar (fast 298 Milliarden Euro), die an notleidende Staaten verliehen werden könnten, sagte Lagarde. Doch dies könne sich als zu wenig angesichts der möglichen finanziellen Bedürfnisse von angeschlagenen Ländern erweisen.

 

(APA)