Bestes Quartal für deutsche Bundesanleihen seit 1986

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Deutsche Staatsanleihen brachten den Anlegern von Juli bis September 7,8 Prozent - der stärkste Quartalsanstieg seit 1986. Ursache für die starke Flucht in Bundesanleihen ist das Sicherheitsbedürfnis der Anleger.

Frankfurt/Bloomberg/Red. Für zehnjährige deutsche Bundesanleihen erhält man eine Verzinsung von 1,89 Prozent. Das ist ein vergleichsweise niedriges Niveau und bedeutet, dass Anleihen aus Käufersicht teuer sind. Ursache für die starke Flucht in deutsche Bundesanleihen ist das hohe Sicherheitsbedürfnis der Anleger. Zuletzt hatten auch schrumpfende Inflationsängste die Attraktivität der Staatsanleihen erhöht.

Im dritten Quartal verteuerten sich deutsche Bundesanleihen um 7,8 Prozent. Das ist der stärkste Quartalsanstieg seit 1986. Zum Vergleich: Von Juli bis September mussten Inhaber von italienischen Staatsanleihen ein Minus von 4,1 Prozent hinnehmen.

Angebot an Spanien-Bonds groß

Zwar sind die Fremdkapitalkosten für Italien und Spanien durch die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank gesunken. Doch müssen die Länder heuer noch Anleihen im Volumen von 55 bis 60 Mrd. Euro begeben, was deutsche Anleihen in Relation noch attraktiver mache, stellte David Schnautz, Stratege für festverzinsliche Papiere bei der Commerzbank in London, fest.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen erlebten am 23. September ein Rekordhoch, als die Rendite auf 1,636 Prozent fiel. Mit so geringer Verzinsung wollten sich die Käufer an diesem Tag zufrieden geben. „Bundesanleihen sind äußerst liquide und ein sicherer Hafen“, sagte Alex Johnson, Leiter des Portfolio-Managements bei Fischer Francis Trees& Watts. „Es ist nicht offensichtlich, was die Katalysatoren für einen nachhaltigen Ausverkauf sein könnten.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.10.2011)

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