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Tauerntunnel: Verkehr hat massiv zugenommen

Am 30. April wurde der 6546 Meter lange Tunnel eröffnet.
(c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)
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Seit der Eröffnung der zweiten Tauernröhre rollen etwa ein Viertel mehr Fahrzeuge über die A10 im Lungau. An Wochentagen waren es im Schnitt etwa 28.000 Fahrzeuge.

Die Eröffnung der zweiten Röhre des Tauerntunnels in Salzburg Ende Juni hat zu einem Anstieg des Verkehrs geführt. In Zederhaus (Lungau) rollten im August um ein Viertel mehr Fahrzeuge auf der Tauernautobahn (A10), teilte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Mittwoch mit. Österreichweit gab es starke Zuwächse auch auf der A14 bei Dornbirn, stellenweise wurden aber auch Rückgänge verzeichnet, zum Beispiel am Handelskai (A23) in Wien.

"Der Ausbau und Neubau von Autobahnen verursacht zusätzlichen Verkehr. Das hat sich auf der Tauernautobahn wieder bestätigt. Hier wurde regelrecht eine Verkehrslawine losgetreten", resümierte VCÖ-Expertin Bettina Urbanek. Bei der Zählstelle Zederhaus wurde im August ein Plus von 27,3 Prozent registriert. An Wochentagen fuhren im Schnitt 28.400 Fahrzeuge durch den Lungau, an Samstagen waren es mit 57.400 aber doppelt so viele. Dennoch dürfte der starke Anstieg nicht nur dem Urlaubertransit zuzuschreiben sein. Denn im Norden des Bundeslandes fiel die Zunahme geringer aus, in Hallein etwa im August mit 11,3 Prozent.

Einkaufstourismus aus der Schweiz

Deutlich mehr Verkehr gab es auch auf der A14 bei Dornbirn, und zwar um 11,6 Prozent im August. "Die Zunahme ist vor allem auf den Einkaufstourismus aus der Schweiz zurückzuführen", so Urbanek. Gleichzeitig ging im Sommer das Aufkommen aber zum Teil auch zurück. Auf der A23 (Handelskai) bedeuteten durchschnittliche knapp 181.000 Fahrzeuge am Tag einen Rückgang um 2,9 Prozent. Weniger Verkehr wurde auch der A22 (Brigittenauerbrücke), der A2 (Wiener Neudorf), der A25 (Marchtrenk), der A12 (Ampass) sowie auf der A13 - hier dürfte es zu einer Verlagerung von der Brenner- auf die Tauernautobahn gekommen sein.

Insgesamt hat sich laut VCÖ in Österreich das Wachstum des Kfz-Verkehrs seit dem Jahr 2005 deutlich verlangsamt bzw. gebe es eine Stagnation. "Österreich hat bereits ein sehr dichtes Autobahnnetz. Aus Verkehrssicht gibt es keinen Bedarf für weitere Autobahnen", heißt es in der Aussendung.

(APA)