Richtig Bewerben. Abgänger erhalten an der Uni für Bodenkultur Tipps für die Jobsuche.
Wien. "Die Absolventen sind zu bescheiden", sagt Gudrun Schindler, Geschäftsführerin des Alumnidachverbands der Wiener Uni für Bodenkultur (Boku). Das sei beim Verfassen eines Bewerbungsschreibens aber der falsche Weg. Um diesen und andere Fehler bei der Jobsuche auszubügeln, bietet die Boku jeden Montag die Möglichkeit eines kostenlosen Lebenslaufchecks. Von neun bis 16 Uhr können dafür Boku-Absolventen das Alumni-Büro (Peter Jordan Straße 76/DG, 1190 Wien) aufsuchen.
Rund 200 Personen würden die Beratung jährlich in Anspruch nehmen, erzählt Schindler. Da pro Jahr etwa 400 Absolventen die Boku verlassen, lasse sich also jeder Zweite nach Studienende beraten. Und das scheint auch notwendig. Denn viele würden Fehler bei der Erstellung des Lebenslaufs machen, so Schindler. So fehle etwa die Bezeichnung der während des Studiums ausgeübten praktischen Tätigkeiten. Außerdem falle der Lebenslauf oft zu allgemein aus. Im Rahmen der Beratung werden die Unterlagen des Absolventen auf die Firma abgestimmt, bei der er arbeiten möchte.
Selbst Rechtschreibfehler in der Bewerbung stellen bei den Absolventen keine Seltenheit dar. Und so sollte eine guter Lebenslauf laut Expertin Schindler ausschauen:
[*] Eine klare Struktur muss erkennbar sein, die aktuellen Ereignisse sollten zu Beginn stehen.
[*] Auch ein gutes Foto stellt eine Grundvoraussetzung dar. Dieses muss aber nicht zwingend von einem Profi-Fotograf geschossen worden sein, sondern kann durchaus mit der privaten Digital-Kamera aufgenommen werden. Keinesfalls darf es sich aber um ein Urlaubsfoto handeln, auch ein Wald als Hintergrund ist etwa denkbar ungünstig. Stattdessen sollte der Hintergrund neutral sein, als ideal gilt ein leichtes Grau. Und für Frauen ist ein tiefes Dekollet© tabu.
[*] Immer wichtiger wird die Angabe von Referenzpersonen mit dazugehöriger Telefonnummer. Zwei bis drei
Ansprechpartner, an die sich die angeschrieben Firma wenden kann, sollten vermerkt sein. Referenzperson kann etwa der
Professor sein, bei dem man die Diplomarbeit geschrieben hat.
[*] Und alle im Rahmen des Studiums durchgeführten Projekte sind im Lebenslauf aufzuzählen.
Abgesehen von der wöchentlichen Beratung veranstaltet der Alumni-Verband der Boku am 16. März das Seminar "Richtig bewerben". Informationen dazu gibt es unter 01/47654-2019.