Wien wächst: Stadtentwicklung und Luxusprojekte

Wien waechst Stadtentwicklung Luxusprojekte
Wien waechst Stadtentwicklung LuxusprojekteAPA/Hans Klaus Techt
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Die Rolle Wiens im internationalen Ländergefüge und zwei Umgestaltungen in der Innenstadt waren Thema des Competence Circles von DMV-Immobilien am 20. Oktober im Palais Daun-Kinsky.

Eine Stadt kann sich nicht von heute auf morgen entwickeln, da waren sich die Vortragenden Brigitte Jilka, Stadtbaudirektorin der Stadt Wien, Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer Signa Holding, und Gunter Theuer, Direktor UniCredit, einig. Jilka hob zwei treibende Faktoren für das Wachstum der Bundeshauptstadt hervor: Durch das Fallen des eisernen Vorhanges habe sich die Funktion Wiens vom Puffer hin zur Verbindungsscheibe verändert.

Dies sei zwar keine neue Erkenntnis, wirke sich aber nach wie vor auf die Entwicklung aus. Der zweite große Einflussfaktor sei der Bevölkerungszuwachs. Jilka: „Zu 75 Prozent kommt dieser durch Immigration zustande, zu 10 Prozent durch Geburtenüberschuss.“ Kleinere Einflussfaktoren seien die Reurbanisierung und der Zuzug aus den Bundesländern. Auch innerhalb des Gürtels erhöht sich die Bevölkerungsdichte. Jilka: „In den 1970er- und 1980er Jahren waren hier weniger wohnhaft.“ Dem sei mit der Einrichtung von Wohnzonen entgegengewirkt worden.

Aufwertung im Zentrum

Auch Signa ist in der inneren Stadt sehr aktiv, Stadlhuber stellte insbesondere zwei Projekte vor: das neue Luxushotel Am Hof und eine gemischte Nutzung an der Tuchlauben. Der Clou dabei: Bogner- und Seitzergasse werden zu Fußgängerzonen, was eine Aufwertung der Zone mit sich bringen wird. Stadlhuber freut sich: „Die Luxusstraße des Kohlmarkt wird erweitert.“ Die Projekte umfassen jeweils 20.000 Quadratmeter Nutzfläche.

Am Hof in der ehemaligen Länderbankzentrale entsteht ein Park Hyatt Hotel. Theuer skizzierte kurz die Geschichte des Standortes: Einst residierten hier die Babenberger, aus dieser Zeit leitet sich noch der Name ab. Später fand sich ein Krebs- beziehungsweise Obst- und Gemüsemarkt, es folgten die Jesuiten und 1773 bis 1912 fand man vorort das Kriegsministerium. Die Länderbank bezog 1915 das Gebäude. Wie man aus einer Bank ein Luxushotel macht? So erheblich seien die Eingriffe gar nicht, erklärte Stadlhuber. Das prunkvolle Entrée der Bank wird zur Lobby, die Direktionsbüros zu Suiten, weiters entsteht ein Ballsaal. Der zweigeschoßige Tresorraum im Keller wird zu einem Spa- und Wellnessbereich umgebaut. An der Tuchlauben werden im Erdgeschoß Retailflächen zu finden sein, darüber Büros und Wohnungen im Dachgeschoß.


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