Ex-McKinsey-Chef wegen Insiderhandels angeklagt

Rajat Kumar Gupta stellt sich der New Yorker Polizei
Rajat Kumar Gupta stellt sich der New Yorker Polizei(c) AP (Alessandro Della Bella)
  • Drucken

Der Freund von Hedgefonds-Manager Rajaratnam stellt sich der Polizei. Nun wird durch die Staatsanwaltschaft in New York Anklage gegen Gupta erhoben.

Ein langjähriger Freund des wegen Insiderhandels verurteilten Hedgefonds-Managers Raj Rajaratnam hat sich am Mittwoch der Polizei in New York gestellt und wurde nun ebenfalls angeklagt. Der einst hoch angesehene Manager Rajat Gupta, Ex-Chef der Unternehmensberatung McKinsey und ehemals im Verwaltungsrat von Goldman Sachs und Procter and Gamble, soll Rajaratnam laut Staatsanwaltschaft Insidertipps gegeben haben.

Die Börsenaufsicht SEC warf Gupta vor allem vor, er habe dem Galleon-Chef 2008 gesteckt, dass der Milliardär Warren Buffett fünf Milliarden Dollar (3,59 Milliarden Euro) in Goldman Sachs investieren wolle. Gupta sah sich zu Unrecht verfolgt und verklagte seinerseits die SEC. Beide einigten sich im August, die Klagen fallen zu lassen. Dennoch gab Gupta seine Aufsichtsratsmandate ab. Gegen Gupta ermittelt weiterhin das Justizministerium in Washington als oberste Anklagebehörde des Landes.

Raj Rajaratnam wurde Mitte Oktober wegen Insidergeschäften zu elf Jahren Gefängnis verurteilt - eine der höchsten Strafen, die in den USA wegen dieses Delikts jemals verhängt wurden.

Am Mittwoch, "morgens um 8.10 Uhr", stellte sich Gupta der Bundespolizei FBI in New York, wie diese mitteilte. Er werde im Laufe des Tages dem Richter vorgeführt. Guptas Anwalt versicherte erneut, sein Mandant sei unschuldig. Die Anschuldigungen gegen seinen Mandanten seien "absolut substanzlos", erklärte er gegenüber AFP. Er habe stets ehrlich und integer gehandelt. Sollte er in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, muss Gupta mit einer Strafe von einhundert Jahren Gefängnis rechnen.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.