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Wien-Budget 2012: 401,49 Mio. Euro Neuverschuldung

Rathaus bezeichnet Voranschlag als „maßvoll“, die Opposition spricht von einem „Pestbudget“.

Wien/Apa. Mehr Einnahmen, mehr Ausgaben und mehr Schulden: So lässt sich der von der Stadt Wien vorgelegte Budgetvoranschlag für 2012 zusammenfassen. Konkret sieht der Entwurf Einnahmen von 11,43Mrd. Euro vor – und damit um 615,3 Mio. mehr als 2011 – und Ausgaben von 11,83 Mrd. Euro. Das sind um 395,49 Mio. mehr als im Vorjahr. Die prognostizierte Neuverschuldung beträgt 401,49Mio. Euro. Insgesamt haften Wiens Bürger inzwischen für vier Milliarden Euro.

Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) bezeichnete die Neuverschuldung als „maßvoll und bewältigbar“. Die Opposition sieht das freilich anders. FP-Klubchef Johann Gudenus griff zu drastischen Worten und sprach von einem „Pestbudget“, sein ÖVP-Pendant Fritz Aichinger ortete finanzpolitische Hilflosigkeit bei der rot-grünen Stadtregierung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.10.2011)