Nachrichten Meinung Magazin
Hoffnung

Teenager als Weltverbesserer

Es gibt wieder Hoffnung.Wir treffen Teenager, die nicht tatenlos zusehen, wenn Müllberge wachsen und das Klima sich ändert.
16.01.2019 um 14:51
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Hauptbild • (c) Philipp Forstner
Jede Bewegung hat ihre eigenen Antriebskräfte. Das Auto hat Benzin und Motor, der Umweltschutz die Zuversicht. „Optimismus ist der Treibstoff der Hoffnung“, zitiert Gregor gern Harry Belafonte. „Nur so hat man die Power, um etwas zu bewegen.“ Nicht Fahrzeuge, nein die Menschen, die lethargisch vor sich hin schlummern, während der Planet kollabiert. Als Leiter des Freiwilligenteams bei Greenpeace heckt er deshalb kreative Weckmethoden aus; jeden Dienstag trifft sich seine Truppe. Infostände, klar, das gehört zum Standardprogramm. Aber auch kleine Demos oder Straßen- theater organisiert er. Manche Requisiten dafür warten im Greenpeace-Büro in Wien auf ihren nächsten Einsatz: Der riesige, selbst gebastelte Kugelfisch etwa hat schon für Aufsehen gesorgt. „Wir versuchen so, mit den Leuten in Kontakt zu treten“, erzählt Gregor. Und wichtige Botschaften unter die Leute zu bringen, wie eben zum Thema Fischfang. „Die Leute reagieren ganz unterschiedlich, es kommt auch auf den Standort an.“ In der Mariahilfer Straße rennen die Menschen gestresst vorbei, da können die Greenpeace-Freiwilligen das Thema „Mehrweg“ noch so originell mit Flaschenkostüm, gebaut aus vielen Einzelflaschen, inszenieren. Doch irgendwann möchte er ohnehin auf spektakuläreren Plätzen so viel von der Welt retten, wie ihm möglich ist: „Auf der ‚Rainbow Warrior‘ einmal mitzufahren, das wäre natürlich ein Highlight.“ Doch bei allen Umweltschutzaktionen sei ihm vor allem eines wichtig: „Sie müssen absolut friedlich ablaufen.“ In der Schule hat er schon in der vierten Klasse begonnen, Flyer zum Thema Tierschutz zu verteilen. Mit nicht ganz so tollem Feedback in der „Peer-Group“ der Klassenkameraden, wie er zugibt. Aber „Öko-Fuzzi“ rufen ihm auch die Erwachsenen heute noch nach. Doch was ihn stört, ist etwas ganz anderes. „Dass das ökologische Bewusstsein noch so wenig vorhanden ist“, sagt Gregor. Und damit sich das ändert, wird er mit Greenpeace und Kugelfisch weiter auf die Straße gehen.
Jede Bewegung hat ihre eigenen Antriebskräfte. Das Auto hat Benzin und Motor, der Umweltschutz die Zuversicht. „Optimismus ist der Treibstoff der Hoffnung“, zitiert Gregor gern Harry Belafonte. „Nur so hat man die Power, um etwas zu bewegen.“ Nicht Fahrzeuge, nein die Menschen, die lethargisch vor sich hin schlummern, während der Planet kollabiert. Als Leiter des Freiwilligenteams bei Greenpeace heckt er deshalb kreative Weckmethoden aus; jeden Dienstag trifft sich seine Truppe. Infostände, klar, das gehört zum Standardprogramm. Aber auch kleine Demos oder Straßen- theater organisiert er. Manche Requisiten dafür warten im Greenpeace-Büro in Wien auf ihren nächsten Einsatz: Der riesige, selbst gebastelte Kugelfisch etwa hat schon für Aufsehen gesorgt. „Wir versuchen so, mit den Leuten in Kontakt zu treten“, erzählt Gregor. Und wichtige Botschaften unter die Leute zu bringen, wie eben zum Thema Fischfang. „Die Leute reagieren ganz unterschiedlich, es kommt auch auf den Standort an.“ In der Mariahilfer Straße rennen die Menschen gestresst vorbei, da können die Greenpeace-Freiwilligen das Thema „Mehrweg“ noch so originell mit Flaschenkostüm, gebaut aus vielen Einzelflaschen, inszenieren. Doch irgendwann möchte er ohnehin auf spektakuläreren Plätzen so viel von der Welt retten, wie ihm möglich ist: „Auf der ‚Rainbow Warrior‘ einmal mitzufahren, das wäre natürlich ein Highlight.“ Doch bei allen Umweltschutzaktionen sei ihm vor allem eines wichtig: „Sie müssen absolut friedlich ablaufen.“ In der Schule hat er schon in der vierten Klasse begonnen, Flyer zum Thema Tierschutz zu verteilen. Mit nicht ganz so tollem Feedback in der „Peer-Group“ der Klassenkameraden, wie er zugibt. Aber „Öko-Fuzzi“ rufen ihm auch die Erwachsenen heute noch nach. Doch was ihn stört, ist etwas ganz anderes. „Dass das ökologische Bewusstsein noch so wenig vorhanden ist“, sagt Gregor. Und damit sich das ändert, wird er mit Greenpeace und Kugelfisch weiter auf die Straße gehen.
(c) Philipp Forstner
„Roots and Shoots“ – Wurzeln und Sprösslinge, so heißt die Organisation, die Jane Goodall gegründet hat, genau: die berühmte Schimpansenforscherin und zugleich engagierte Umweltschützerin. Und spätestens, seitdem sie vor drei Jahren auch an Davids Schule vorbeikam, um ihre Projekte vorzustellen, ist er einer der jungen Sprösslinge, die noch mehr Bewusstsein für den Planeten und seine Umweltprobleme in der Bevölkerung säen wollen. An der Vienna International School war David gemeinsam mit anderen Schulkollegen schon fleißig beim Spendensammeln. An Infoständen verkauften sie vom Holzschimpansen bis zu CDs allerlei Produkte, um Jane Goodalls Projekte, vor allem in Afrika, mitzufinanzieren. Dieses Jahr möchte er Filmvorführungen organisieren, um noch mehr Spenden zu lukrieren. „Aber dabei wollen wir natürlich auch aufmerksam machen, wofür wir das Geld brauchen und später einsetzen.“ „Wir haben aber auch schon Recycling-projekte gemacht, alte Handys eingesammelt und richtig entsorgt“, erzählt David von den Aktivitäten in der Schule. Aber auch schon kleine Maßnahmen könnten große Effekte haben, meint er: Allein im Klassenzimmer die Mistkübel zu beschriften, hilft, das Altpaper richtig zu deponieren. „Ich versuche selbst, möglichst ökologisch zu leben.“ Und andere auch davon zu überzeugen. Etwa, vorwiegend österreichische, regionale Produkte zu kaufen. „Denn die langen Transportwege sind unökologisch.“ Was David ärgert, ist, „wenn Menschen den Klimawandel nicht ganz so ernst nehmen, obwohl er ja schon längst wissenschaftlich bestätigt ist“. Trotzdem: Zuversichtlich bleibt David, dass die Welt irgendwann kapiert, worum es geht. „Wenn wir gleich sagen würden, wir könnten nichts verändern, dann brauchten wir gar nicht erst mit unseren Aktionen anzufangen.“
„Roots and Shoots“ – Wurzeln und Sprösslinge, so heißt die Organisation, die Jane Goodall gegründet hat, genau: die berühmte Schimpansenforscherin und zugleich engagierte Umweltschützerin. Und spätestens, seitdem sie vor drei Jahren auch an Davids Schule vorbeikam, um ihre Projekte vorzustellen, ist er einer der jungen Sprösslinge, die noch mehr Bewusstsein für den Planeten und seine Umweltprobleme in der Bevölkerung säen wollen. An der Vienna International School war David gemeinsam mit anderen Schulkollegen schon fleißig beim Spendensammeln. An Infoständen verkauften sie vom Holzschimpansen bis zu CDs allerlei Produkte, um Jane Goodalls Projekte, vor allem in Afrika, mitzufinanzieren. Dieses Jahr möchte er Filmvorführungen organisieren, um noch mehr Spenden zu lukrieren. „Aber dabei wollen wir natürlich auch aufmerksam machen, wofür wir das Geld brauchen und später einsetzen.“ „Wir haben aber auch schon Recycling-projekte gemacht, alte Handys eingesammelt und richtig entsorgt“, erzählt David von den Aktivitäten in der Schule. Aber auch schon kleine Maßnahmen könnten große Effekte haben, meint er: Allein im Klassenzimmer die Mistkübel zu beschriften, hilft, das Altpaper richtig zu deponieren. „Ich versuche selbst, möglichst ökologisch zu leben.“ Und andere auch davon zu überzeugen. Etwa, vorwiegend österreichische, regionale Produkte zu kaufen. „Denn die langen Transportwege sind unökologisch.“ Was David ärgert, ist, „wenn Menschen den Klimawandel nicht ganz so ernst nehmen, obwohl er ja schon längst wissenschaftlich bestätigt ist“. Trotzdem: Zuversichtlich bleibt David, dass die Welt irgendwann kapiert, worum es geht. „Wenn wir gleich sagen würden, wir könnten nichts verändern, dann brauchten wir gar nicht erst mit unseren Aktionen anzufangen.“
(c) Philipp Forstner
Wissen ist gut, Wissen weitergeben noch besser: Darum haben Viola und Simone ihr Maturaprojekt der Nachhaltigkeit gewidmet und einen Informationstag in ihrer Schule, einer HLA für Tourismus und Wirtschaft, organisiert, den sie unter das Motto „Biogenuss vom Scheitel bis zum Fuß“ gestellt haben. „Wir haben das Thema quasi von unseren Eltern in die Wiege bekommen, die bei unserer Erziehung sehr auf diesen Aspekt geachtet haben“, meint Simone und preist die Vorzüge von Bioprodukten. Die seien nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch schlichtweg gesünder. Viola ist selbstverständlich derselben Meinung und gibt sich hoffnungsfroh: „Ich glaube schon, dass irgendwann für die meisten Konsumenten Qualität vor Quantität stehen wird.“ Je früher die Bewusstseinsbildung einsetzt, betont sie, desto besser: „Wenn man so aufwächst, dass man glaubt, man kann immer alles sofort haben, ist Umdenken natürlich schwer.“
Wissen ist gut, Wissen weitergeben noch besser: Darum haben Viola und Simone ihr Maturaprojekt der Nachhaltigkeit gewidmet und einen Informationstag in ihrer Schule, einer HLA für Tourismus und Wirtschaft, organisiert, den sie unter das Motto „Biogenuss vom Scheitel bis zum Fuß“ gestellt haben. „Wir haben das Thema quasi von unseren Eltern in die Wiege bekommen, die bei unserer Erziehung sehr auf diesen Aspekt geachtet haben“, meint Simone und preist die Vorzüge von Bioprodukten. Die seien nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch schlichtweg gesünder. Viola ist selbstverständlich derselben Meinung und gibt sich hoffnungsfroh: „Ich glaube schon, dass irgendwann für die meisten Konsumenten Qualität vor Quantität stehen wird.“ Je früher die Bewusstseinsbildung einsetzt, betont sie, desto besser: „Wenn man so aufwächst, dass man glaubt, man kann immer alles sofort haben, ist Umdenken natürlich schwer.“
(c) Philipp Forstner
Die HLW 10 in Wien Favoriten hat einen engagierten Direktor. Und viele engagierte Schüler. Julia ist eine davon; ihre Eltern haben es ihr vorgelebt, den nachhaltigen Lebenstil und das Fahrradfahren bei jedem Wetter. Letztes Jahr nahm Julia an der „Junior Company“ teil, einem Projekt der Wirtschaftskammer für junge Leute. Gemeinsam mit anderen hat sie sich „Recycling Records“ ausgedacht. Das Konzept: alte CDs und Schallplatten in die Mikrowelle und ins Backrohr legen. Und danach aus ihnen Schmuck und Schüsseln machen. Der Reinerlös des „Unternehmens“ wurde der „Gruft“ gespendet.
Die HLW 10 in Wien Favoriten hat einen engagierten Direktor. Und viele engagierte Schüler. Julia ist eine davon; ihre Eltern haben es ihr vorgelebt, den nachhaltigen Lebenstil und das Fahrradfahren bei jedem Wetter. Letztes Jahr nahm Julia an der „Junior Company“ teil, einem Projekt der Wirtschaftskammer für junge Leute. Gemeinsam mit anderen hat sie sich „Recycling Records“ ausgedacht. Das Konzept: alte CDs und Schallplatten in die Mikrowelle und ins Backrohr legen. Und danach aus ihnen Schmuck und Schüsseln machen. Der Reinerlös des „Unternehmens“ wurde der „Gruft“ gespendet.
(c) Philipp Forstner
Von dieser jungen Dame könnten sich in Sachen Umweltengagement viele ein Scheibchen abschneiden. Aber bitte nicht zu viel, sonst ist von ihr nichts mehr übrig, ist sie doch gerade einmal neun Jahre alt. Was sie freilich nicht davon abhält, auf der Boku vorzutragen, „auch die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb war unter den Zuhörern“, wirft Johannas Mutter stolz ein. Sie macht deutlich, dass kindliches Umweltengagement stets auch den Einsatz der Eltern erfordert. „Es gibt auch für uns immer etwas zu tun.“ Johanna darf sich Klimabotschafterin nennen, sie hat das Kinderakademieprogramm der Organisation „Plant for the Planet“ absolviert. Dort hat die aufgeweckte Volksschülerin nicht nur gelernt, wie man Referate vorbereitet, sondern auch, warum aufgrund der Klimaveränderung in Sibirien und in klimatisch vergleichbaren Gegenden Häuser einstürzen („wenn nämlich der Dauerfrostboden ungleichmäßig auftaut“). Johannas Einsatz rührt daher, dass sie monatelang nicht einschlafen konnte (was ihre Mutter gern bestätigt), weil sie immer daran denken musste, was wohl mit den Eisbären passiert, wenn das Meer immer wärmer wird (dass ihr Vater dann noch mit der Information herausrückte, „das ist doch erst, wenn du schon tot bist“, machte die Sache freilich nicht besser). Johanna hat an ihrer Volksschule in Wolkersdorf eine Klimagruppe gegründet, die Umwelt-Kids. Diese sammelten mit diversen Aktionen auf Märkten an die 1300 Euro für den Regenwald, die sie Jane Goodall überreichen durften. Im Regenwald-Musical, das Johanna auch initiiert hat, hat die Schimpansenforscherin aber nicht mitgespielt.
Von dieser jungen Dame könnten sich in Sachen Umweltengagement viele ein Scheibchen abschneiden. Aber bitte nicht zu viel, sonst ist von ihr nichts mehr übrig, ist sie doch gerade einmal neun Jahre alt. Was sie freilich nicht davon abhält, auf der Boku vorzutragen, „auch die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb war unter den Zuhörern“, wirft Johannas Mutter stolz ein. Sie macht deutlich, dass kindliches Umweltengagement stets auch den Einsatz der Eltern erfordert. „Es gibt auch für uns immer etwas zu tun.“ Johanna darf sich Klimabotschafterin nennen, sie hat das Kinderakademieprogramm der Organisation „Plant for the Planet“ absolviert. Dort hat die aufgeweckte Volksschülerin nicht nur gelernt, wie man Referate vorbereitet, sondern auch, warum aufgrund der Klimaveränderung in Sibirien und in klimatisch vergleichbaren Gegenden Häuser einstürzen („wenn nämlich der Dauerfrostboden ungleichmäßig auftaut“). Johannas Einsatz rührt daher, dass sie monatelang nicht einschlafen konnte (was ihre Mutter gern bestätigt), weil sie immer daran denken musste, was wohl mit den Eisbären passiert, wenn das Meer immer wärmer wird (dass ihr Vater dann noch mit der Information herausrückte, „das ist doch erst, wenn du schon tot bist“, machte die Sache freilich nicht besser). Johanna hat an ihrer Volksschule in Wolkersdorf eine Klimagruppe gegründet, die Umwelt-Kids. Diese sammelten mit diversen Aktionen auf Märkten an die 1300 Euro für den Regenwald, die sie Jane Goodall überreichen durften. Im Regenwald-Musical, das Johanna auch initiiert hat, hat die Schimpansenforscherin aber nicht mitgespielt.
(c) Philipp Forstner
So sehr ist der jungen Oberösterreicherin an der Umwelt gelegen, dass sie nach der Matura ein freiwilliges ökologisches Jahr beim Klimabündnis Österreich absolviert hat. Da organisierte sie das Straßenfest „Hör doch, sieh doch, sprich doch, mach doch“ in Ottakring. Das Anliegen war, Bewusstsein für sensible Themen ganz gezielt auch abseits ausgetretener Pfade zu wecken: „Natürlich hätten wir das Fest auch im WUK organisieren können, aber da sind die Leute eh schon so sensibilisiert. Wir wollten aber ganz andere Menschen ansprechen, deshalb hat das Straßenfest in Ottakring stattgefunden.“ Musik auf der Bühne, Workshops zum Gestalten von Einkaufstaschen, ein vegan-vegetarisches Buffet: Mit solchen Zusatzschmankerln wurde das Publikum gelockt, und die Reaktionen, meint Julia, fielen dementsprechend positiv aus. Das freut die junge Aktivistin natürlich. Auch wenn sie auf die Frage, ob die Welt überhaupt noch zu retten sei, ein bisschen zögerlich antwortet: „Eigentlich bin ich ja Optimistin, aber manchmal werde ich trotzdem skeptisch. In den Kreisen, in denen ich mich in Wien bewege, sind zwar alle sehr engagiert, aber auf dem Land ist das schon ganz anders. Ich werde aber trotzdem nicht aufgeben und weiterhin für meine Meinung eintreten und mich dafür engagieren.“
So sehr ist der jungen Oberösterreicherin an der Umwelt gelegen, dass sie nach der Matura ein freiwilliges ökologisches Jahr beim Klimabündnis Österreich absolviert hat. Da organisierte sie das Straßenfest „Hör doch, sieh doch, sprich doch, mach doch“ in Ottakring. Das Anliegen war, Bewusstsein für sensible Themen ganz gezielt auch abseits ausgetretener Pfade zu wecken: „Natürlich hätten wir das Fest auch im WUK organisieren können, aber da sind die Leute eh schon so sensibilisiert. Wir wollten aber ganz andere Menschen ansprechen, deshalb hat das Straßenfest in Ottakring stattgefunden.“ Musik auf der Bühne, Workshops zum Gestalten von Einkaufstaschen, ein vegan-vegetarisches Buffet: Mit solchen Zusatzschmankerln wurde das Publikum gelockt, und die Reaktionen, meint Julia, fielen dementsprechend positiv aus. Das freut die junge Aktivistin natürlich. Auch wenn sie auf die Frage, ob die Welt überhaupt noch zu retten sei, ein bisschen zögerlich antwortet: „Eigentlich bin ich ja Optimistin, aber manchmal werde ich trotzdem skeptisch. In den Kreisen, in denen ich mich in Wien bewege, sind zwar alle sehr engagiert, aber auf dem Land ist das schon ganz anders. Ich werde aber trotzdem nicht aufgeben und weiterhin für meine Meinung eintreten und mich dafür engagieren.“
(c) Philipp Forstner
Seit ihre Schule das Motto „Schlau trinken“ ausgerufen hat, sind Marie und Christina der Nachhaltigkeit auf der Spur, sie sind also quasi Parade-Greenager. Ihre im Zeichenunterricht selbst bemalten Trinkflaschen befüllen sie zum Beispiel lieber, als Plastikflaschen zu kaufen. Und sie machen sich Gedanken über andere Verpackungsmüllberge. „Bei manchen Zuckerln ist eine Verpackung um die Verpackung, das ist ja schon unsinnig“, meint Marie. Ob das ausreicht, damit man sich die Lieblingszuckerln nicht mehr kauft, da sind sich die beiden aber nicht so sicher. Aber das kommt schon noch.
Seit ihre Schule das Motto „Schlau trinken“ ausgerufen hat, sind Marie und Christina der Nachhaltigkeit auf der Spur, sie sind also quasi Parade-Greenager. Ihre im Zeichenunterricht selbst bemalten Trinkflaschen befüllen sie zum Beispiel lieber, als Plastikflaschen zu kaufen. Und sie machen sich Gedanken über andere Verpackungsmüllberge. „Bei manchen Zuckerln ist eine Verpackung um die Verpackung, das ist ja schon unsinnig“, meint Marie. Ob das ausreicht, damit man sich die Lieblingszuckerln nicht mehr kauft, da sind sich die beiden aber nicht so sicher. Aber das kommt schon noch.
(c) Philipp Forstner
Ein paar Vorschläge hätten die beiden jungen Damen für die Wiener Linien: „Die öffentlichen Verkehrsmittel müssten gemütlicher sein, es muss einen Mehrwert haben, sich in eine Straßenbahn zu setzen. Dann würden mehr Leute das Auto stehen lassen. Nicht, weil der Fahrpreis niedriger wird.“ Alice und Gözde engagierten sich in einem Schulprojekt zu umweltverträglicher Mobilität und erfuhren unter anderem dank Fragebögen, was Menschen im Stadtverkehr noch an ihre Autos bindet. Ob Steckdose, Becherhalter oder Sitzheizung – zu den Öffis könnten die beiden wohl so einige Ideen beisteuern.Ein paar Vorschläge hätten die beiden jungen Damen für die Wiener Linien: „Die öffentlichen Verkehrsmittel müssten gemütlicher sein, es muss einen Mehrwert haben, sich in eine Straßenbahn zu setzen. Dann würden mehr Leute das Auto stehen lassen. Nicht, weil der Fahrpreis niedriger wird.“ Alice und Gözde engagierten sich in einem Schulprojekt zu umweltverträglicher Mobilität und erfuhren unter anderem dank Fragebögen, was Menschen im Stadtverkehr noch an ihre Autos bindet. Ob Steckdose, Becherhalter oder Sitzheizung – zu den Öffis könnten die beiden wohl so einige Ideen beisteuern.
Ein paar Vorschläge hätten die beiden jungen Damen für die Wiener Linien: „Die öffentlichen Verkehrsmittel müssten gemütlicher sein, es muss einen Mehrwert haben, sich in eine Straßenbahn zu setzen. Dann würden mehr Leute das Auto stehen lassen. Nicht, weil der Fahrpreis niedriger wird.“ Alice und Gözde engagierten sich in einem Schulprojekt zu umweltverträglicher Mobilität und erfuhren unter anderem dank Fragebögen, was Menschen im Stadtverkehr noch an ihre Autos bindet. Ob Steckdose, Becherhalter oder Sitzheizung – zu den Öffis könnten die beiden wohl so einige Ideen beisteuern.Ein paar Vorschläge hätten die beiden jungen Damen für die Wiener Linien: „Die öffentlichen Verkehrsmittel müssten gemütlicher sein, es muss einen Mehrwert haben, sich in eine Straßenbahn zu setzen. Dann würden mehr Leute das Auto stehen lassen. Nicht, weil der Fahrpreis niedriger wird.“ Alice und Gözde engagierten sich in einem Schulprojekt zu umweltverträglicher Mobilität und erfuhren unter anderem dank Fragebögen, was Menschen im Stadtverkehr noch an ihre Autos bindet. Ob Steckdose, Becherhalter oder Sitzheizung – zu den Öffis könnten die beiden wohl so einige Ideen beisteuern.
(c) Philipp Forstner
Auch nach Abschluss einer HLA für Umwelt und Wirtschaft ist Raphael ein echter „Greenager“ geblieben. Zurzeit absolviert er seinen Zivildienst beim WWF, und er engagiert sich bei der Jugendumweltplattform Jump. Dort betreut er das Projekt „Hidden Trash“, für das er Müll auf dem Gehsteig, neben der Straße, irgendwo in der Natur fotografiert. Aus den Fotos sollen Freecards werden – und diese wiederum eine pädagogische Wirkung entfalten: „Ich will aufzeigen, dass der Umweltschutz beim Einzelnen beginnt, bei den normalen Menschen, und ihnen auch vermitteln, dass jeder etwas beitragen kann.“
Auch nach Abschluss einer HLA für Umwelt und Wirtschaft ist Raphael ein echter „Greenager“ geblieben. Zurzeit absolviert er seinen Zivildienst beim WWF, und er engagiert sich bei der Jugendumweltplattform Jump. Dort betreut er das Projekt „Hidden Trash“, für das er Müll auf dem Gehsteig, neben der Straße, irgendwo in der Natur fotografiert. Aus den Fotos sollen Freecards werden – und diese wiederum eine pädagogische Wirkung entfalten: „Ich will aufzeigen, dass der Umweltschutz beim Einzelnen beginnt, bei den normalen Menschen, und ihnen auch vermitteln, dass jeder etwas beitragen kann.“
(c) Philipp Forstner
„Youth taking action for the earth“ (YTAE), das klingt einmal nach einer Ansage. Vor knapp einem Jahr hat der World Wide Fund for Nature (WWF) die Jugendorganisation gegründet. Der Österreich-Ableger hat seit Ende September ein klares Kampagnenziel: Ein Verbot für Plastiksackerln muss her. Ganz im Facebook-Sprech heißt die Aktion „Plastiksackerl Dislike“, sie wird unterstützt von „Jugend in Aktion“ und dem Lebensministerium. Und Valentin ist mit dabei. „Plastiksackerln sind ein großes Problem, das sich relativ leicht ändern ließe. Denn es gibt viele Alternativen“, erzählt Valentin. In Bangladesh seien Plastiksackerln bereits seit zehn Jahren verboten. Er selbst benutzt nur Stoffsackerl, war schon in Schulen, um in kreativen Workshops Stoffsackerln gestalten zu lassen. Und auch auf der Straße haben YTAE einiges geplant, um ihr dickes „Dislike“ von Plastiksackerln auszudrücken. Vielleicht auch mal auf die Mariahilfer Straße setzen und einfach die Sackerln zählen, die da so an einem Tag vorbeimarschieren. Das Ergebnis könnte schockieren, soll es auch, dann wirkt es als Wachrüttler besser. Optimist bleibt Valentin trotzdem: „Ich glaube, dass sich alles ändern wird, und dass in den nächsten Jahren die Menschen tatsächlich aufwachen und realisieren werden, was sie bislang angerichtet haben.“ Nicht weniger, als die Welt zu retten, will er, sagt Valentin ganz offen. „Ja, ich habe ganz groß diese Vision. Und möchte es mit allen möglichen Dingen versuchen.“
„Youth taking action for the earth“ (YTAE), das klingt einmal nach einer Ansage. Vor knapp einem Jahr hat der World Wide Fund for Nature (WWF) die Jugendorganisation gegründet. Der Österreich-Ableger hat seit Ende September ein klares Kampagnenziel: Ein Verbot für Plastiksackerln muss her. Ganz im Facebook-Sprech heißt die Aktion „Plastiksackerl Dislike“, sie wird unterstützt von „Jugend in Aktion“ und dem Lebensministerium. Und Valentin ist mit dabei. „Plastiksackerln sind ein großes Problem, das sich relativ leicht ändern ließe. Denn es gibt viele Alternativen“, erzählt Valentin. In Bangladesh seien Plastiksackerln bereits seit zehn Jahren verboten. Er selbst benutzt nur Stoffsackerl, war schon in Schulen, um in kreativen Workshops Stoffsackerln gestalten zu lassen. Und auch auf der Straße haben YTAE einiges geplant, um ihr dickes „Dislike“ von Plastiksackerln auszudrücken. Vielleicht auch mal auf die Mariahilfer Straße setzen und einfach die Sackerln zählen, die da so an einem Tag vorbeimarschieren. Das Ergebnis könnte schockieren, soll es auch, dann wirkt es als Wachrüttler besser. Optimist bleibt Valentin trotzdem: „Ich glaube, dass sich alles ändern wird, und dass in den nächsten Jahren die Menschen tatsächlich aufwachen und realisieren werden, was sie bislang angerichtet haben.“ Nicht weniger, als die Welt zu retten, will er, sagt Valentin ganz offen. „Ja, ich habe ganz groß diese Vision. Und möchte es mit allen möglichen Dingen versuchen.“
(c) Philipp Forstner

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