S&P droht Uniqa mit Abstufung

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die Ratingagentur fordert eine baldige Kapitalaufstockung von der Versicherung. Hintergrund dafür sei der von der Versicherung für heuer angekündigte Vorsteuerverlust von 250 bis 300 Mio. Euro

Wien/Ag . Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) droht der Uniqa-Versicherung mit der Rückstufung ihrer derzeitigen „A“-Bonität um einen Grad, wenn die Versicherung ihr Kapital nicht mittelfristig aufstockt.

Hintergrund dafür sei der von der Versicherung für heuer angekündigte Vorsteuerverlust von 250 bis 300 Mio. Euro durch den geplanten Konzernumbau und Abschreibungen im Zuge der Griechenland-Krise, teilte die Ratingagentur mit. Anfang November musste Uniqa zum zweiten Mal in wenigen Wochen ihre Prognose senken. Der zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Versicherer hat vergleichsweise viele griechische Staatsanleihen. Zudem dürfte sich nach Einschätzung der Experten der Aderlass auf den Märkten im dritten Quartal negativ auf die Versicherung auswirken.

Uniqa nicht überrascht

Für die Uniqa kommt der Schritt von S&P „nicht sonderlich überraschend“. Das sei nach Bekanntgabe des Vorsteuerverlustes im heurigen Jahr „durchaus im Bereich des Möglichen“ gelegen, sagt ein Sprecher.

In Gesprächen mit dem Management will Standard & Poor's sich nun einen besseren Überblick verschaffen. Insbesondere wolle man Einblick erlangen, wie das Unternehmen auf die schwierige Situation auf den Finanzmärkten reagieren wolle und wie groß seine Fähigkeit zum Aufbau eines adäquaten Eigenkapitals sei.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.11.2011)

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