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Polen: Zusammenstöße zwischen Rechten und Linken

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Antifa"-Aktivisten aus Deutschland sollen bei einer Demonstration Polizisten attackiert haben. Mehrere Beamte wurden verletzt.

Bei den Feiern zum polnischen Unabhängigkeitstag ist es am Freitag in Warschau zu Zusammenstößen von linken und rechten Demonstranten untereinander und mit der Polizei gekommen. Das berichtet der Internetdienst der Zeitung "Gazeta Wyborcza".

Die polnische Polizei hat bei den Zusammenstößen am Unabhängigkeitstag in Warschau bisher nach eigenen Angaben etwa 100 Demonstranten festgenommen. Ein Sprecher wollte sich gegenüber Journalisten nicht festlegen, ob es sich sowohl um Teilnehmer von linksgerichteten als auch von rechtsgerichteten Veranstaltungen handelte, die gleichzeitig stattfanden.

Mehrere Polizisten seien bei der Auseinandersetzung mit Teilnehmern eines Marsches von Nationalisten und Rechtsradikalen verletzt worden, erklärte der Sprecher. Die Uniformierten wurden auf dem Warschauer Verfassungsplatz mit Steinen und Flaschen beworfen und mit Feuerwerkskörpern beschossen. Sie gingen mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Versammelten vor.

Auf dem Verfassungsplatz, von wo aus der Marsch startete, hinterließen die Demonstranten ein Bild der Verwüstung. Schaufensterscheiben wurden eingeschlagen, Pflastersteine herausgerissen. Ein Übertragungswagen des Fernsehens wurde beschädigt. Einige Organisatoren des Marsches distanzierten sich von den gewaltbereiten Teilnehmern. "Einige haben sich unverantwortlich verhalten", erklärte der Sprecher der "Allpolnischen Jugend", Robert Winnicki, gegenüber Journalisten.

Die Behörden gaben am Nachmittag widersprüchliche Informationen an die Medien und die Polizei weiter. Der Sprecher der Stadtverwaltung erklärte zunächst, der Marsch werde nicht starten und wegen der Zusammenstöße mit der Polizei aufgelöst. Dies dementierte kurze Zeit später das Büro für Sicherheit und Krisenmanagement der Stadt. Die Veranstaltung sei bis 20.00 Uhr genehmigt worden, und dies werde nicht geändert, so die Sprecherin des Büros, Ewa Gabor, in einem Telefonat mit TVN24.

(Ag.)