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Google TV: Logitech steigt aus, Google rüstet auf

IFA 2011
(c) AP (Adam Berry)
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Die Google-TV-Box Revue hat Logitech einen Verlust von 100 Millionen Dollar eingebracht. Google kämpft dennoch weiter.

Googles Einstieg in die Fernseh-Welt will nicht so recht gelingen. In den USA ist der Internet-TV-Verschmelzer Google TV nun seit einem Jahr am Markt und enttäuscht alle Beteiligten - am deutlichsten äußert sich das bei Logitech. Als einer der beiden ersten Hardware-Partner, musste Logitech nun eingestehen, dass die Google-TV-Box Revue für mehr als 100 Millionen Dollar Verlust gesorgt hat. Nach dem schlechten ersten Quartal musste Logitech den Preis der Revue sogar auf rund 100 Dollar reduzieren - ein Drittel des Original-Preises - und dennoch wurden mehr Boxen retourniert, als neue gekauft wurden, berichtet Wired.

LG und Sony setzen weiterhin auf Google TV

Das hat Logitech-CEO Gerald Quidlen den Posten gekostet. Nachfolger Guerrino De Luca ging nun vor Analysten mit Google TV hart ins Gericht und bezeichnete das Produkt als sehr großen Fehler. Immerhin, er könne sich vorstellen, dass die Plattform in ein paar Generationen doch wieder brauchbar sein könnte. Genau daran arbeitet Google gerade. Erst kürzlich hat der Konzern eine runderneuerte Version vorgestellt, die auf das Betriebssystem Android setzt und auch eine Anbindung an den Market für Apps haben soll. LG fand das gut und will Anfang 2012 eine Google-TV-Box vorstellen. Auch von Sony - ebenfalls Hardware-Partner der ersten Stunde - werden neue Produkte erwartet. 

TV-Sender skeptisch

Google hatte in den USA vornehmlich deshalb Probleme, Google TV ins Rollen zu bringen, da einige große TV-Sender nicht mitspielen wollten. Sie fürchten, dass Google ihre Sendungen mit Werbeanzeigen versehen könnte und so ihr Kerngeschäft bedrohen könnte. 

 

(sg)