Der heimische Leitindex drehte gemäß dem europäischen Umfeld bis zum frühen Nachmittag in den roten Bereich. Telekom Austria ist nach Zahlen im grünen Bereich.
Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, am Nachmittag bei moderatem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 1921,72 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 10,28 Punkten bzw. 0,53 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,14 Prozent, FTSE/London -0,51 Prozent und CAC-40/Paris -1,33 Prozent.
Nach einem optimistischen Vormittagshandel drehte der heimische Leitindex gemäß dem europäischen Umfeld bis zum frühen Nachmittag in den roten Bereich. In der Früh konnten noch die Nachrichten von der Zustimmung des italienischen Abgeordnetenhauses zum Reformpaket sowie vom Rücktritt Silvio Berlusconis für Kursgewinne an den Börsen sorgen.
Marktteilnehmer sprachen von einem sehr ruhigen Handel ohne nennenswerte Impulse. Auf der Agenda standen zum Wochenauftakt einzig die Ergebnisse der Telekom Austria. Diese seien überraschend etwas besser ausgefallen als im Vorfeld erwartet, kommentierte ein Wiener Händler.
In den ersten neun Monaten musste das Unternehmen zwar einen Rückgang des Betriebsergebnis (Ebit) um 56,2 Prozent verzeichnen, durchschnittlich prognostizierten Analysten jedoch ein stärkeres Minus beim Ebit. Ausschlaggebend für den Ergebniseinbruch waren die starke Abwertung des weißrussischen Rubels, der harte Wettbewerb in Österreich sowie die regulatorischen Vorgaben, hieß es von Unternehmensseite. Telekom Austria-Titel tendierten um 1,24 Prozent höher bei 8,25 Euro.
Ohne klare Linie präsentierten sich indessen Finanztitel. Während Raiffeisen 0,80 Prozent auf 18,85 Euro zulegen konnten, ermäßigten sich die Papiere der Erste Group leicht um 0,17 Prozent auf 14,82 Euro und Vienna Insurance Group (VIG) sackten im Vorfeld der morgigen Zahlenvorlage um 2,48 Prozent auf 27,94 Euro ab.
Am unteren Ende der Kursliste notierten zudem Immobilienwerte. conwert verloren 2,41 Prozent auf 9,66 Euro, CA Immo Anlagen fielen um 2,69 Prozent auf 8,33 Euro. Aufgrund der Verschlechterung der makroökonomischen Gegebenheiten haben die Analysten von Goldman Sachs ihr Kursziel für die CA Immo von 13,70 auf 11,00 Euro gekappt. Die Anlageempfehlung "Neutral" blieb indessen erhalten.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Handelsstart Uhr bei 1965,24 Punkten, das Tagestief um 13.55 Uhr bei 1914,03 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,44 Prozent bei 951,42 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 16 Titel mit höheren Kursen, 22 mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.824.812 (Vortag: 2.645.590) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 71,844 (55,71) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 456.148 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 13,68 Millionen Euro entspricht.
(APA)