Internationale Retailer interessieren sich vor allem für das "Goldene U" in Wien. Am Kohlmarkt, der teuersten Straße Österreichs, werden Spitzenmieten bis zu 262 Euro je Quadratmeter und Monat erzielt. Mit Spannung erwartet die Branche die Erweiterung der Tuchlauben durch die Signa Holding.
Der österreichische Retailmarkt präsentiert sich 2011 als stabil und nur wenig beeindruckt von der globalen Rezession: Durchschnittliche Spitzenmieten in den Toplagen belaufen sich auf 229 Euro pro Quadratmeter und Monat, Tendenz steigend während die Renditen sich eher leicht nach unten bewegen werden und per Jahresende eine Spitzenbruttorendite von 4,40 Prozent erwartet wird. Laut dem aktuellen Retail-Marktbericht von CB Richard Ellis (CBRE) ist auch die Situation bei den Einkaufs- und Fachmarktzentren weitgehend stabil.
1A-Lagen nach wie vor top
Internationale Retailer interessieren sich nach wie vor für Top-Lagen, am gefragtesten ist noch immer das "Goldene U" (Kärntner Straße, Kohlmarkt und Graben) in Wien, wo die Nachfrage nach Flächen größer ist als das Angebot. Am Kohlmarkt, der "teuersten" Straße Österreichs können sogar Spitzenmieten von 232 bis 262 Euro pro Quadratmeter und Monat erreicht werden. Die Leerstandsrate ist traditionell gering.
In der Branche beobachtet man mit Spannung das "Goldene U", dessen Erweiterung auf der Tuchlauben, wo die Signa Holding bereits mit der Vermietung eines 11.000 Quadratmeter großen innerstädtischen Luxus-Shopping-Centers begonnen hat und Mieter wie Louis Vuitton, Prada oder Armani gewinnen konnte. Die zehn größten Shoppingcenter Österreichs sind gut verteilt von Innsbruck bis Wien, mit durchschnittlichen Spitzenmieten von 101 Euro pro Quadratmeter und Monat.
In Deutschland kennzeichnet sich der Trend zu innerstädtischen Einkaufszentren bereits ab, wobei diese in Österreich mit einer gewissen Verzögerung stattfinden: Die BahnhofCity Wien West eröffnet Mitte November und Wien Mitte im Jahr 2012 mit neuen Verkaufsflächen. (red.)