27,1 Mrd. Euro werden in Form von Dividenden ausgeschüttet. Am meisten profitieren könnten die Anleger der Autohersteller BMW, Daimler und VW.
Wien/Ag./Red. Die im deutschen DAX gelisteten Konzerne dürften im kommenden Frühjahr 27,1 Mrd. Euro in Form von Dividenden ausschütten. Das sind 1,1 Mrd. Euro mehr als noch in diesem Jahr. Eine derartige Summe haben die Unternehmen erst einmal zuvor ausbezahlt, wie das „Handelsblatt“ berichtet.
Demnach würden beinahe alle Konzerne ihre Dividenden anheben. Am meisten profitieren könnten die Anleger der Autohersteller BMW, Daimler und VW. Die Unternehmen haben vor, 5,7 Mrd. Euro auszubezahlen. Das ist um die Hälfte mehr als im heurigen Jahr und so viel wie noch nie. Über höhere Dividenden dürften sich auch die Anleger des Chemiekonzerns BASF, des Softwareunternehmens SAP und des Streusalzherstellers K+S freuen.
Mehr Dividenden als Gewinn
Von den 30 gelisteten Konzernen werden vier die Dividenden senken: Allianz, Lufthansa sowie die Energieriesen E.On und RWE. Die Aktionäre der Commerzbank werden leer ausgehen.
Die höheren Dividenden bei den meisten Konzernen könnten auch Schattenseiten haben. Sie stimmen die Anleger in der Gegenwart zwar milde, zu einem späteren Zeitpunkt könnte den Firmen aber das Geld fehlen.
Laut Meinung vieler Analysten ist nur eine Ausschüttung von maximal 50 Prozent des Gewinns angemessen. Die Deutsche Telekom plane für 2011 beispielsweise, rund drei Mrd. Euro auszuschütten. Das sei aber fast der gesamte Nettogewinn des Konzerns. Bei Munich Re werde vermutlich sogar mehr als der Nettogewinn ausbezahlt werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.11.2011)