Eröffnung
Wiener Westbahnhof wird zum Einkaufszentrum
Der Wiener Westbahnhof wurde zur "BahnhofCity" erweitert. Nach umfangreichen Um- und Ausbauarbeiten erfolgte die offizielle Eröffnung. Ein erster Rundgang.
2008 wurde mit der Umwandlung des Wiener Westbahnhofs begonnen. Etwa 200 Millionen Euro investierten die ÖBB in den Umbau. Der Verkehrsknoten wurde um ein Einkaufszentrum, Bürohaus und Hotel zur "BahnhofCity" ausgeweitet. Am Mittwoch war die offizielle Eröffnung.
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Der Westbahnhof sei nun nicht mehr nur ein Bahnhof, sondern ein multifunktionaler Raum, der "Reisen, Shoppen, Arbeiten" vereine, umriss Andreas Kallischek von der ÖBB Immobilienmanagement GmbH das Konzept.
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"Um die Bahn noch attraktiver zu machen, müssen wir den Fahrgästen modernste Infrastruktur und Top-Service bieten", meinte ÖBB-Chef Christian Kern. Ein moderner Bahnhof sei mehr als eine Abfertigungshalle für Fahrgäste, betonte Verkehrsministerin Bures: "Er ist auch ein Ort zum Shoppen und Flanieren, der zum Verweilen einlädt."
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Das 17.000 Quadratmeter große Einkaufszentrum am Areal mit 90 Betrieben wird vom deutschen Unternehmen ECE gemanagt und erstreckt sich auf drei Ebenen, inklusive einem neuen Geschoß unter dem Bahnhof. Es ist das erste große Bahnhofs-Shopping-Center Österreichs.
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Besonders groß war der Andrang bei der ersten Filiale der deutschen Elektronikkette Cyberport in Österreich. Die Warteschlange erstreckte sich über das halbe Einkaufszentrum.
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Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 9 bis 21 Uhr und am Samstag von 9 bis 18 Uhr. Am Sonntag sperren zudem zwei Merkur-"Convenience Stores" sowie Bipa und Thalia mit eingeschränkten Verkaufsflächen auf.
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Das Einkaufszentrum werde aufgrund einer guten Kundenfrequenz und des "stimmigen Pächtermixes" einen guten Umsatz erarbeiten, erklärte Center-Manager Ralph Teuber: "Wir haben täglich 43.000 Ein-, Aus- und Umsteiger." Das Einkaufszentrum sei keine Konkurrenz zur Marahilfer Straße, sondern eine Ergänzung.
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Die Umbau des Westbahnhofs erfolgte schrittweise: Im Dezember 2010 wurde die denkmalgeschützte Bahnhofshalle aus den 50er-Jahren wieder in Betrieb genommen. Rund 60 Prozent der Natursteinplatten an der Decke konnten wiederverwendet werden, der Rest stammt aus dem Original-Steinbruch im salzburgerischen Adnet. Mit Kunststeinen wurde der Terrazzo-Boden originalgetreu nachgebildet.
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Rechts und links des zentralen Trakts wurden Neubauten errichtet. Die drei Gebäudekomplexe sind optisch stark voneinander getrennt. Eine architektonische Einheit bilden sie nicht.
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In den beiden Trakten sind Büros im Ausmaß von insgesamt 13.000 Quadratmetern untergebracht. Davon seien 88 Prozent vermietet, unter anderem an die Verbund AG und den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR).
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Im rechten Gebäudetrakt befindet sich weiters das Hotel "Motel One". Ein Zwei-Sterne-Haus mit 438 Zimmer.
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Wahrzeichen der neuen "BahnhofCity" ist die sogenannte Wolkenspange, ein Übergang, der den Bahnhof auf der linken Seite flankiert. Die Fachwerkkonstruktion aus Stahlträgern wiegt 430 Tonnen und ist damit schwerer als das Wiener Riesenrad.
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Auch nach der Eröffnung des Hauptbahnhofs im Jahr 2014 werden Fernzüge weiterhin den Westbahnhof anfahren. Die befürchtete Degradierung des Westbahnhofs zum reinen Regionalbahnhof bleibt aus.
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„Alle internationalen Züge fahren auf den Hauptbahnhof“, erklärt Herbert Ofner, Sprecher der ÖBB, „die nationalen Züge (also etwa Intercitys aus Bregenz und Salzburg, Anm.) werden sich aber auf Haupt- und Westbahnhof aufteilen.“
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Die „Westbahn“, die private Eisenbahngesellschaft von Hans Peter Haselsteiner und Ex-ÖBB-Personenverkehrsvorstand Stefan Wehinger, die ab Dezember zwischen Wien und Salzburg verkehren wird, steuert ausschließlich den Westbahnhof an.
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„Es war eines unserer Gründungsmotive, dass der Westbahnhof nicht ein bloßer Regionalbahnhof sein soll“, sagt „Westbahn“-Sprecher Manfred Mader. „Wir zielen genau auf Passagiere, die im Westen Wiens oder an der U3/U6 zu tun haben.“
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Weitere Bilder vom neuen Westbahnhof
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