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Grünes Jubiläum: "Vakuum ist nicht genützt worden"

Grüne feierten 25 Jahre im Parlament
Freda Meissner-Blau(c) REUTERS (Heinz-peter Bader)
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Die Grünen feiern den 25. Jahrestag ihres Einzugs in das Parlament. Die erste Klubchefin Freda Meissner-Blau sieht die Partei "als historische Tatsache angekommen", übt aber auch Kritik.

Mit einem Festakt im Parlament haben die Grünen am Mittwoch den 25. Jahrestag jener Nationalratswahl begangen, bei der sie erstmals den Einzug in den Nationalrat geschafft hatten. Bundessprecherin Eva Glawischnig begrüßte dabei die "Legenden" der Gründergeneration, unter ihnen die erste Klubchefin Freda Meissner-Blau. Auch Kritiker und in Unfrieden geschiedene wie Ex-Europaparlamentarier Johannes Voggenhuber waren gekommen, ebenso wie Vertreter der anderen Parlamentsfraktionen.

Glawischnig erinnerte sich in ihrer Rede an ihre Anfangszeit als Umweltaktivisten, als sie 1990 - "immer die Handschellen in der Handtasche" - im Ennstal gegen ein Straßenprojekt protestierte. Die Bedeutung der Grünen zeigt sich für sie an der Verankerung des Umweltgedankens: Eine Idee sei von den anderen solange bekämpft worden, bis sie sich durchgesetzt habe - "und am Ende waren alle dafür".

Von Anfang an seien die Grünen für Kontroll- und Aufklärungsarbeit, inhaltliche Opposition und Verbundenheit mit der Zivilgesellschaft gestanden, so Glawischnig. Neu hinzugekommen sei das grüne Regieren auf Gemeinde- und Länderebene - und zwar mit sauberen Händen, wie sie betonte.

Kritik von Freda Meissner-Blau

"Die Grünen sind angekommen als historische Tatsache, das ist nicht wegzuleugnen", bestätigte Meissner-Blau. Allerdings sah sie auch Anlass zur Kritik. "Die Leute haben geglaubt, die Grünen müssen nur da sitzen, und die Stimmen kommen. Allein durch die Fehler, die die anderen machen, ist doch ein richtiges Vakuum entstanden gewesen, und dieses Vakuum ist leider nicht genügend genützt worden." Immerhin attestierte sie ihrer Partei "saubersten Antifaschismus".

Peter Pilz, schon 1986 als Abgeordneter mit dabei, erinnerte an seine damalige Aussage, maximal acht Jahre lang in der Politik bleiben zu wollen. Dieses Versprechen erneuere er nun. Für seine Partei sah er "alle Chancen dieser Welt" - etwa jene, die ÖVP bei der nächsten Nationalratswahl zu überholen. Voggenhuber spöttelte darüber, dass die Grünen in den 25 Jahren nicht nur ihre Kinderkrankheiten, sondern auch ihre Eltern los werden mussten.

(APA)