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Forscher machen echtes "Bananaphone" möglich

Forscher entwickeln echtes Bananaphone
(c) Ishikawa Oku Laboratory, University of Tokyo
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Eine Banane als Handy und eine Pizzaschachtel als Laptop. Forscher machen es mit Augmented Reality über Kameras, Projektoren und spezielle Lautsprecher möglich.

Der Mensch muss oft er lernen, wie man mit Geräten umgeht. Was aber, wenn die Geräte aus dem Verhalten des Menschen lernen, wie sie sich zu verhalten haben? Forscher der Universität Tokio haben diesen Ansatz in zwei Prototypen gegossen. Wenn man etwa eine Banane hochhebt und ans Ohr hält, soll diese Geste so interpretiert werden, dass der Nutzer jetzt telefonieren möchte. Möglich wird das durch Kameras, Projektoren und direktionale Lautsprecher. Letztere erzeugen die Illusion, dass der Ton direkt aus der Banane kommt.

Pizzabox als Laptop

In einem weiteren Beispiel wird eine Pizzaschachtel als Laptop genutzt. Auf der Innenseite des Deckels wird ein Video abgespielt. Bewegt man sich im Raum, verfolgt das System den Nutzer und projiziert das Bild konstant auf den Karton. Mit einem Finger lässt sich die Lautstärke des abgespielten Videos kontrollieren, wie Forschungsleiter Alexis Zerroug in einem Video demonstriert. Ihren Ansatz nennen die Forscher "Invoked Computing".

(c) Ishikawa Oku Laboratory, University of Tokyo

Bananaphone als Internet-Hit

Für ihre Arbeit haben die Forscher den Hauptpreis der französischen Konferenz Laval Virtual 2011 erhalten. Dass eine Banane als Handyersatz genutzt wird, ist wohl nicht nur in der Form des Obstes begründet. 1994 veröffentlichte der Musiker Raffi ein Album namens "Bananaphone" inklusive gleichnamiger Single. Auf YouTube kursieren zahlreiche Versionen des Lieds. Bekannter wurde der Song aber im Jahr 2004, als eine schneller Version unter dem Titel Badgerphone mit dem bekannten Internet-Meme "Badger Badger Badger" gekoppelt wurde.

(db)