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Meinl-Gutachter Kleiner wirft das Handtuch

(c) APA (Helmut Fohringer)
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Nach Differenzen mit der Staatsanwaltschaft legt der Meinl-Gutachter seinen Auftrag zurück. Das Verfahren dürfte sich dadurch um etliche Monate verzögern.

Wien/Apa. Fritz Kleiner hat genug. Der Grazer Wirtschaftstreuhänder, seit Februar des Vorjahres Gerichtsgutachter in der Causa Meinl, legt seinen Gutachterauftrag zurück. Das Verfahren dürfte sich dadurch um etliche Monate verzögern.

Wie „Die Presse“ am Samstag berichtete, gab es zuletzt Differenzen zwischen Kleiner und der Staatsanwaltschaft. Aufgrund angeblicher Verzögerungen wurde neben Kleiner ein weiterer Gutachter, der frühere Libro-Gutachter Martin Geyer, installiert.

In einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft klagte Kleiner Ende Oktober über Zwischenberichte, die er dem Staatsanwalt liefern soll, damit dieser seine Meinung als Sachverständiger kenne. Die Meinl Bank interpretierte das Schreiben als Beleg dafür, dass die Staatsanwaltschaft versucht habe, auf das Gerichtsgutachten Einfluss zu nehmen und zeigte den verantwortlichen Staatsanwalt wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2011)