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Stipendium: Beschleunigung auf automobilem Karriere-Highway

Symbolbild
(c) Clemens Fabry

In Europa einzigartig: der „Professional MBA Automotive Industry“. „Die Presse“ vergibt gemeinsam mit dem Continuing Education Center der TU Wien ein Stipendium für das berufsbegleitende Programm.

Die Automobil- und Zulieferindustrie gilt als eine der wichtigsten Branchen der Welt. Laut einer Fraunhofer-Austria-Studie stagniert die Autoproduktion – aber nicht in der Centrope-Region: „Rund um Wien und Bratislava erweitern immer mehr namhafte Automobilhersteller und Zulieferbetriebe ihre Fertigungskapazitäten und bauen neue Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen“, schildert Wilfried Sihn, Lehrgangsleiter des „Professional MBA Automotive Industry“ (MBA AI). Der Bedarf an gut ausgebildeten Managern sei „enorm“.

 

Von Theorie bis Kamingespräch

„Ziel des englischsprachigen Masterprogramms ist es, Einblick in alle Gebiete der Branche zu geben. Neben aktuellen betriebswirtschaftlichen Themen liegt ein besonderer Schwerpunkt im Bereich Produktion und Logistik“, so Sihn.

Innerhalb von zwei Jahren gilt es, 15 Wochenendmodule (donnerstags bis sonntags) zu besuchen. Diese finden zu zwei Dritteln an der Technischen Universität Wien und zu einem Drittel an der STU Bratislava statt. Eine ausgewogene Kombination von Theorie und Praxis entsteht durch die Gestaltung der Module: „An den ersten drei Tagen eines Themenblocks vermittelt ein Wissenschaftler die Theorie. Am vierten Tag laden wir Experten aus den Branchen für die Praxisvorlesungen ein“, beschreibt Sihn.

In jedem Modul sind „Automotive Case Studies“ vorgesehen. Sihn gibt ein Beispiel: „In der Einheit ,Corporate Finance‘ haben wir als Lektorin eine Bankexpertin mit 17-jähriger Erfahrung. Sie analysiert etwa die finanzielle Perspektive der strategischen Allianz von FIAT mit Chrysler anhand deren Berichte und macht Vorschläge für Finanzierungsalternativen.“

 

Internationale Mischung

Darüber hinaus werden Exkursionen, Diskussionen und Kamingespräche mit Vertretern der Branche geboten. Mit Andreas Tostmann, CEO Volkswagen Slowakei, und Siegfried Wolf, dem Aufsichtsratsvorsitzenden von „Russian Machines“, nennt Sihn zwei bekannte Gäste solcher „Business-Evenings“. Zudem finden die Vorlesungen zum Teil auf den slowakischen Fabriksarealen von Firmen wie Volkswagen oder KIA statt.

Seit der MBA AI im März 2009 zum ersten Mal startete, besuch(t)en ihn 54 Teilnehmer aus 14 Ländern – von Ägypten bis zu den USA. „Die Mehrzahl der Absolventen macht dadurch einen Karrieresprung“, so Sihn. Das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren, ein Viertel der Teilnehmer ist weiblich.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

http://cec.tuwien.ac.at

http://automotive.stuba.sk

MBA und Stipendium

Der „Professional MBA Automotive Industry“ findet in 15 Wochenendmodulen statt, zwei Drittel davon an der TU Wien, ein Drittel an der STU Bratislava. Das „Presse“-Stipendium beträgt 15.000 Euro,5000 Euro sind Selbstbehalt. Voraussetzung sind ein Studienabschluss und zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung. Die in Englisch verfassten Bewerbungsunterlagen können bis 8. Jänner an stipendium@diepresse.comgeschickt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.12.2011)