Aus den USA kamen eher schwache Konjunkturdaten.
Die internationalen Leitbörsen starteten überwiegend freundlich in die neue Woche. Die meisten Indizes lagen am späten Nachmittag im Plus. Nach der Verabschiedung des Sparpakets durch die italienische Regierung am Sonntag wuchs die Zuversicht für die Eurozone. Das beflügelte nicht nur die europäischen Börsen, auch die US-Indizes starteten im Plus.
Und das, obwohl einige Konjunkturindikatoren wenig erfreulich ausgefallen waren: So hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor im November überraschend eingetrübt; der entsprechende Index sank von 52,9 auf 52,0 Punkte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet. Die Auftragseingänge in der Industrie gingen im Oktober stärker als erwartet zurück.
Vom Optimismus im Vorfeld des EU-Gipfels am kommenden Wochenende profitierten vor allem die Bankenwerte. In Wien legte die Raiffeisen-Aktie sehr stark zu. Die Commerzbank-Aktie in Deutschland gab allerdings nach: Das Institut hat angekündigt, Hybridanleihen, die deutlich unter ihrem Nennwert notieren, zurückkaufen zu wollen. Dafür muss die Bank allerdings 600 Mio. Euro in die Hand nehmen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2011)