Die Raiffeisen Zentralbank soll in Nordeuropa auf der Suche nach neuen Aktionären sein. Das berichtet die "Wiener Zeitung" in ihrer Wochenendausgabe. Die RZB dementiert die Gerüchte.
Wien/Apa/Red. Für einen Einstieg kämen die schwedische Wallenberg-Gruppe oder die norwegische Norges in Frage. Auch ein Partner für den Versicherungskonzern Uniqa könnte gesucht werden.
Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) dementierte am Sonntag die Gerüchte. „Dazu ist festzuhalten, dass die RZB keine derartigen Gespräche mit der Wallenberg-Gruppe oder anderen Investoren führt“, hieß es in einer Aussendung. Bis zum Sommer nächsten Jahres muss Raiffeisen aber 2,2 Mrd. Euro frisches Kapital aufstellen, um die strengeren Eigenkapitalvorschriften der Finanzaufseher zu erfüllen. Eigentümer der RZB sind die Raiffeisen-Landesbanken.
Am 28. Dezember hält die RZB eine außerordentliche Hauptversammlung ab, in der der Vorstand ermächtigt werden soll, bis zu 3,05 Millionen neue Aktien zu emittieren, was einer Kapitalerhöhung von 60 Prozent entsprechen soll. Doch auch durch „interne Maßnahmen“ kann die RZB ihre Kapitalposition verbessern, etwa durch den Verkauf von Minderheitsanteilen oder Beteiligungen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2011)