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Kunsthalle Wien: Grüne orten „Fantasiezahlen“

Symbolbild
(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Wiens VP-Kultursprecherin Isabella Leeb fordert Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny auf, „die Provinzposse“ durch ein Machtwort zu beenden. Die Kunsthalle Wien werde für „private Rachefeldzüge missbraucht“.

Der Streit zwischen dem scheidenden Kunsthallen-Vorstand Thomas Häusle und den Grünen geht weiter. Nachdem Häusle am Mittwoch eine Subventionskürzung von 4,15 auf 3,85 Millionen Euro beklagt hatte – laut Stadt beläuft sich die Reduktion nur auf 4,05 Mio. Euro – reagierten die Wiener Grünen am Donnerstag auf die von Häusle geäußerte Befürchtung, die Existenz der Kunsthalle sei gefährdet, „Häusles Behauptung, die Grünen betrieben eine Subventionskürzung um 300.000 Euro, ist falsch“, sagt Grünen-Kultursprecher Klaus Werner-Lobo: „Das sind Fantasiezahlen.“ Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP) habe die Kürzung vorgeschlagen, sie betrage nur 100.000 Euro. Diese seien „mit Leichtigkeit durch sparsameren Lebensstil der Geschäftsführung und ohne Verlust“ für die Kunsthalle einzusparen, meint Werner-Lobo. Er warnt Häusle und den vom 1. 1. bis 1. 4. 2012 vom Dienst freigestellten Kunsthallen-Direktor Gerald Matt, „der Kunsthalle Wien noch mehr Schaden zuzufügen. Die Möglichkeit einer Privathaftung wird in der nächsten Zeit zu prüfen sein.“

„Ich glaube nicht, dass die Diskussion um Matt dem Standort Museumsquartier schadet“, sagte am Donnerstag in einem APA-Interview Christian Strasser, seit 1. 10. Geschäftsführer des MQ: „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Matt, ich schätze ihn als kreativen Ausstellungsmacher. Er hat sehr viel für die Kunsthalle getan.“ Strasser rät abzuwarten, bis die Vorwürfe gegen Matt (u. a. Nutzung von Ressourcen der Kunsthalle für private Zwecke) aufgeklärt sind.

„Private Rachefeldzüge“

Wiens VP-Kultursprecherin Isabella Leeb fordert Stadtrat Mailath auf, „die Provinzposse um die Kunsthalle mit einem Machtwort zu beenden“: Die Kunsthalle werde für „private Rachefeldzüge missbraucht“. Mailath überlasse das Handeln den Grünen und hülle sich in „lautes Schweigen“. Der Kulturausschuss befasst sich am 10.1. mit der Kunsthalle. bp