Waldbrände in Chile: Bereits 40.000 Hektar zerstört

Waldbraende Chile Bereits 40000
(c) REUTERS (JOSE LUIS SAAVEDRA)

Insgesamt wüteten 51 Brände in Chile. Die Regierung habe bei der Bekämpfung der Brände versagt, bemängelte die Opposition.

In Chile haben Brände mehr als 40.000 Hektar Wald und Grünland zerstört. Insgesamt wüteten 51 Brände in dem südamerikanischen Land, teilte die Katastrophenschutzbehörde Onemi am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Davon waren erst sieben gelöscht. Die Situation sei "extrem gefährlich", sagte Innenminister Rodrigo Hinzpeter.

Die schlimmsten Brände gab es in der Region Bio-Bio rund 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile, wo rund 22.500 Hektar zerstört wurden. Rund 500 Menschen wurden demnach aus dem Gebiet in Sicherheit gebracht. Mehr als 160 Wohnhäuser seien zerstört worden, ein 75-Jähriger sei in seinem Haus ums Leben gekommen.

Kritik an der Reaktion der Verantwortlichen setzt Präsident Sebastian Pinera unter Druck. Die Regierung habe bei der Bekämpfung der Brände versagt, bemängelte die Opposition. "Unglücklicherweise erleben wir eine Situation von außergewöhnlicher Verwundbarkeit", sagte Innenminister Hinzpeter. Die chilenische Regierung bat Brasilien um Unterstützung durch Löschflugzeuge.

Der besonders betroffene Nationalpark Torres del Paine sollte am Mittwoch teilweise wieder für den Tourismus geöffnet werden. Der 2400 Quadratkilometer große Park wird jährlich von mehr als 120.000 Touristen besucht. Ein 23-jähriger israelischer Urlauber wurde wegen fahrlässiger Brandstiftung angeklagt. Etwa 13.000 Hektar Wald fielen in Torres del Peine dem Feuer zum Opfer.

(Ag.)