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Frühförderung: Geld für Deutschkurse strittig

Fruehfoerderung Geld fuer Deutschkurse
(c) Clemens Fabry
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Widerstand löst der Bundesplan zur sprachlichen Frühförderung von Kindern aus: Länder sind gegen Halbe-halbe-Finanzierung.

Wien/Salzburg. Neue Kraftprobe zwischen Bund und Bundesländern ums Geld: Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) stößt mit seinem Entwurf zur Fortsetzung der sprachlichen Frühförderung von Kindern auf Einwände. Das Land Salzburg wendet sich im Begutachtungsverfahren, das für den Abschluss ein neuer Bund-Länder-Pakt notwendig ist, dagegen, dass die Länder die Kosten zur Hälfte mittragen sollen. Ähnliche Kritik kommt aus Kärnten: Das Land solle seine Mittel weiter flexibel einsetzen können.

Der Plan von Kurz sieht vor, dass für die Jahre von 2012 bis 2014 jährlich vom Bund fünf Millionen Euro für die Sprachförderung von Kindern vor dem Schuleintritt bereitgestellt werden. Jeder Euro sollte dann von den Ländern verdoppelt werden, damit stünden pro Jahr bis zu zehn Millionen Euro bereit. Damit soll sichergestellt werden, dass Kinder mit den Eintritt in die Volksschule Deutsch als Unterrichtssprache möglichst beherrschen.

Zweifel werden in der Begutachtung auch vom ÖGB, für den unklar ist, wann die Maßnahme ein „Erfolg“ ist, und von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark angemeldet. Letztere warnt, die geforderten Mindestziele seien in einem Kindergartenjahr „kaum zu bewältigen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2012)