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Attac begrüßt Merkels Einsatz für Finanzsteuer in EU

Merkel
Merkel(c) EPA (Odd Andersen Pool)
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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich offen für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer eingesetzt.

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Ankündigung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt, sich für eine Finanztransaktionssteuer auch allein in der Euro-Zone einzusetzen und nicht mehr auf eine EU-weite Einführung zu bestehen. "Das ist ein großer Fortschritt", sagte Attac-Experte Detlev von Larcher der "Frankfurter Rundschau". "Wir sehen uns in unserer Überzeugung bestärkt, dass die Finanztransaktionssteuer in der Euro-Zone bald kommen wird." Dies werde die FDP nicht mehr verhindern können, sagte von Larcher weiter.

Nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hatte sich Merkel am Montag offen für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf Ebene der Euro-Staaten gezeigt, sollte es im größeren Kreis der EU-Mitglieder nicht möglich sein. Sie merkte aber an, dass es in der schwarz-gelben Regierung "noch keine Einigung" in der Frage gebe. Eine Einführung einer Abgabe auf Börsengeschäfte in allen EU-Staaten gilt als unwahrscheinlich, weil Großbritannien einen solchen Schritt vehement ablehnt. FDP-Chef Philipp Rösler dagegen will die Steuer nur, wenn alle EU-Staaten mitziehen.

 

(APA)