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Hat der digitale Kanzler ausgezwitschert?

Kanzler Faymann ausgezwitschert
APA/HERBERT PFARRHOFER
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Web 2.0. Faymann und Team überlegen, den umstrittenen Twitter-Auftritt einzustellen. Neu sind die „Kanzlervideos“.

Kurz vor dem „Zweimonatigen" - nämlich dem zweimonatigen Schweigen von „teamkanzler" - auf der Internetplattform Twitter verdichten sich die Zeichen, dass das Team um Kanzler Werner Faymann (SPÖ) bald endgültig „ausgezwitschert" hat: Wie die „Presse" erfuhr, überlegt Faymanns Web-2.0-Mann- und -Frauschaft ernsthaft, den Twitter-Auftritt von „teamkanzler" einzustellen.

Ende Oktober 2011 war ein bis zu achtköpfiges Team - das allerdings noch mehrere andere Internet-Projekte Werner Faymanns betreut - bereits mit einigen Mühen auf Twitter gestartet: User und Experten kritisierten heftig, dass Faymann selbst dort gar nicht posten werde, sondern „nur" seine Mitarbeiter, die mit Steuergeld bezahlt werden. Das entspräche nicht einem modernen, flotten Auftritt eines Regierungschefs, um den sich Faymann mit seinen neuen Web-2.0-Aktivitäten von Facebook über Twitter bis zu www.bundeskanzler.at aber bemühen wollte und will.

Während Faymann auf Facebook inzwischen regelmäßig selbst Einträge macht, schläft das Twitter-Engagement seines Teams offenbar ein: Schon seit 22. November (damals zur Schuldenbremse) hat man dort nichts mehr gepostet. Vielleicht war der damalige auch der letzte Eintrag überhaupt; aus Faymanns Web-Team wurde der „Presse" bereits gesagt, Twitter - das viel von Medienleuten und Politik-Experten, aber noch nicht von der breiteren Masse genützt wird - habe sich eben nicht als „das" maßgebliche Medium für den Kanzler und sein Web-Engagement erwiesen.

Was allerdings bleiben wird: Angelika Feigl, die Web-Chefin des Kanzlers, wird als „bkaangel" (etwa: „Engel des Kanzleramts") weiter auf „Twitter" posten. Ihr Eintrag von Dienstagmittag wörtlich: „Neue Videoansprache von #Kanzler #Faymann über Staatsanleihen Ratingagenturen und unsere Rolle in Euorpa in Kürze auf http://bit.ly/swwMzf". Damit spielt Feigl auf eine Neuerung aus den Vorwochen an: Erst seit Kurzem gibt es die „Kanzlerbotschaften" mit Eindrücken von den dienstäglichen Ministerratssitzungen & Co. Verbreitet werden sie bzw. die Links dazu via Twitter, Facebook und YouTube. Kurztitel des jüngsten Videos: „AA+ und die Folgen".