Kanzler Faymann lehnt den "Dringlichen Antrag" der Grünen ab, die Regierung spricht sich aber für eine "Abkühlphase" zwischen Stiftungsrats- und ORF-Engagement aus.
Die Frage der politischen Postenbesetzungen im ORF hat am Mittwoch den Nationalrat erreicht. Ein "Dringlicher Antrag" der Grünen verlangt eine Entpolitisierung des ORF-Stiftungsrats. Der Grünen-Mediensprecher Dieter Brosz stellte in der Plenarsitzung ab 15 Uhr das Konzept seiner Partei für eine Neuaufstellung des Stiftungsrats vor.
Das Gremium soll von 35 auf 15 Mitglieder verkleinert werden, fünf (ohne Mitspracherecht in Personalangelegenheiten) werden vom Zentralbetriebsrat bestellt. Der "restliche" Stiftungsrat soll sich seine Nachfolger selbst aussuchen und soll so unabhängiger werden. Die Funktionsperiode soll acht Jahre dauern und einmalig sein. Bei der allerersten Wahl werden die zehn Stiftungsräte von einem Gründungskonvent gewählt, der aus bis zu 100 Personen besteht, die von Institutionen und Interessenverbänden (keine Parteien, keine Vorfeldorganisationen) entsandt werden.
Zusätzlich fordert man eine "Abkühlphase": Stiftungsräte sollen nach ihrem Ausscheiden vier Jahre nicht in den ORF wechseln. Ehemalige Stiftungsräte sollen keine Geschäftsbeziehungen zum ORF unterhalten dürfen.
Das Mitspracherecht der Landeshauptleute bei der Besetzung der ORF-Landesdirektoren soll fallen.
Als Vorbild solle die Struktur des ÖIAG dienen, meinen die Grünen. So wollte Brosz sichtlich auch die Designierung Niko Pelinkas als Wrabetz-Büroleiter gar nicht in den Mittelpunkt seiner Rede rücken. Vielmehr wurde diese Causa gar nur gestreift. Pelinkas Eisntellung, die "Presse"-Informationen zufolge vom Tisch sein dürfte, wäre "unverantwortlich". Dafür zählte Brosz noch einmal auf, wer sonst noch jüngst aufgerückt sei: Der Tiroler ORF-Direktor Helmut Krieghofer war früher ÖVP-Mandatar und Thomas Prantner, stellvertretender Technik-Direktor, wird von FPÖ und BZÖ unterstützt.
Famyann: "Das gibt es in ganz Europa nicht"
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) kontertete: "Ich bin dafür, dass die repräsentative Demokratie darüber zu entscheiden hat, wie ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk auszuschauen hat." Er führt verschiedene Beispiele für die Organisation von Öffentlich-Rechtlichen aus Deutschland und Großbritannien an. "Dass Parteien gar nichts mehr zu reden haben, das gibt es in ganz Europa nicht", so Faymann.
Wenn nun Interessensverbände etc. die Zusammensetzung des Stiftungsrats entschieden, wie sich das die Grünen vorstellten, würde sich gar nichts ändern, meint der Kanzler. Weil dann würden eben Grüne Wirtschaft, SPÖ- oder ÖVP-Wirtschaftsbund ihre Vertreter dort sitzen haben. Und wenn die Konstruktion der ÖIAG als Vorbild genommen werde, müsse er die Grünen an deren Kritik erinnern, wonach die Staatsholding unter politischem Einfluss stehe und mangelnde Transparenz aufweise.
Ob eine Verkleinerung des Stiftungsrats möglich wäre, habe auch er überlegt, sagte Faymann. Nur seien dann sofort Stimmen laut geworden, dass es offenbar nur darum gehe, die Opposition hinauszubekommen.
Ausgewählte Armin-Wolf-Zitate
Sowohl Faymann als auch SP-Klubchef Josef Cap zitieren einen Satz von ORF-Anchorman Armin Wolfs aus einem Interview im "Profil": Es gibt - und das darf man in der aktuellen Debatte nicht vergessen - einen fundamentalen Unterschied zur Zeit vor 2006: In den Redaktionen gibt es ein sehr viel größeres Maß an journalistischer Freiheit." Den Rest des Interviews, in dem Wolf meinte, der ORF werde "parteipolitisch erpresst", ließen sie unter den Tisch fallen.
Reform und "Abkühlphase"
SPÖ und ÖVP haben jedoch für eine neuerliche Reform der ORF-Gremien ausgesprochen. Konkret plädierte Cap für eine "Abkühlphase", die ausschließt, dass Stiftungsräte nahtlos ins Unternehmen wechseln. ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf will überhaupt ein neues ORF-Gesetz, mit dem der Stiftungsrat in einen Aufsichtsrat nach Vorbild einer Aktiengesellschaft umgewandelt werden soll.
Cap plädiert für eine "Corporate Governance-Regelung", mit der ein direkter Wechsel aus dem Stiftungsrat in den ORF ausgeschlossen werden soll ("Abkühlphase"). Einen derartigen Verhaltenskodex hatte zuletzt auch Stiftungsrat Franz Küberl vorgeschlagen.
ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf plädierte er für ein neues ORF-Gesetz, in dem der Stiftungsrat nach Vorbild einer AG überarbeitet werden soll. Außerdem wünscht sich Kopf ein Ende der Alleingeschäftsführung im ORF.
FPÖ würde Einfluss nicht aufgeben
Auf ihren Einfluss im ORF-Aufsichtsgremium nicht verzichten würde die FPÖ, sagte Generalsekretär Harald Vilimsky. So lange es die Gebührenfinanzierung gebe, so lange sei die Politik auch "verpflichtet, hier die Interessen ihrer jeweiligen Wähler wahrzunehmen" und etwa darauf zu drängen, dass im ORF nicht nur Soap Operas gespielt würden.
Scharfe Kritik an der SPÖ übte BZÖ-Mandatar Stefan Petzner. Er forderte die Kanzlerpartei auf, die Bestellung von Dietmar Hoscher zum Stiftungsrat zurückzunehmen. Es sei unvereinbar, wenn mit Hoscher nun ein leitender Mitarbeiter Casinos Austria, an denen der ORF eine Beteiligung halte, in das Aufsichtsgremium des Senders einziehe. Das werde "rechtlich nicht haltbar sein", glaubt Petzer.
Die Einmischung der Politik in den ORF ist so alt wie der ORF selbst, doch seit Weihnachten proben die ORF-Mitarbeiter den Aufstand gegen Postenschacher. Die geplante Bestellung von Niko Pelinka als Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz war "der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte", wie es ORF-Anchorman Armin Wolf formulierte. Wie kam es zur "Causa Pelinka"? Text: her/Red. (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Politisch motivierte Umbesetzungen gibt es im ORF viele. Gewichtiges Beispiel: NÖ-Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) fordert Anfang 2009 die Ablöse der Geschäftsführung. Im Dezember macht die Kaufmännische Direktorin Sissy Mayerhoffer Platz für Richard Grasl, bis dahin Chefredakteur im Pröll-freundlichen Landesstudio NÖ. "Part of the Deal": Die ÖVP stimmt zu, dem ORF 160 Millionen Euro an Gebührenrefundierung zukommen zu lassen. Grasls Macht wird 2012 erweitert: Als programmwirtschaftlicher Leiter entscheidet er direkt mit, für welche Programme Geld zur Verfügung gestellt wird. (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
Nikolaus Pelinka (damals 23) wird nicht nur Stiftungsrat, sondern gleich Vorsitzender des roten "Freundeskreises" im obersten ORF-Gremium. Karl Krammer, maßgeblicher Einfädler für die Wahl von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz 2006, wird über Nacht abserviert. Pelinka ist Teil des roten Netzwerks "Junge Rote" um Laura Rudas. Im Bild: Wrabetz mit Krammer (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
Unter Pelinkas "Freundeskreis"-Führung wird (SP-Vorstellungen entsprechend) TV-Chefredakteur Karl Amon zum Hörfunkdirektor und Fritz Dittlbacher zu dessen Nachfolger bestellt. Nach einer öffentlichen Schlammschlacht wird Informationsdirektor Elmar Oberhauser vom Stiftungsrat abgewählt - das gab es davor erst ein einziges Mal. (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
Ende 2010 wird erstmals öffentlich kolportiert, dass Niko Pelinka nach geschlagener Generaldirektoren-Wiederwahl als Art Generalsekretär auf den Küniglberg wechseln könnte. Der Redakteursrat kündigt massive Proteste an. "Ich schließe aus, dass ich in der nächsten Geschäftsführung in den ORF wechsle", sagt Pelinka. (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
Kurz vor der Generaldirektoren-Wahl schlägt ein Zitat von Niko Pelinka Wellen: Das Magazin "Fleisch" befragt ihn zu seinem Verhältnis zu Wrabetz und zitiert ihn sinngemäß damit, dass man sich über die Besetzung von der Diskussionssendung "Im Zentrum" abspreche. "Fleisch" ändert schließlich die Passage ab. Begründung: "Nicht autorisiert". (c) EPA (ROLAND SCHLAGER)
Der Stiftungsrat wählt Generaldirektor Alexander Wrabetz in eine zweite Amtszeit. Teil des "Deals" für die Wiederwahl ist ein Personalpaket, deren Details hier zu weit führen würden. Der SPÖ, die neben Wrabetz auch Radiodirektor Karl Amon und TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher für sich verbucht, wird der neue Technikdirektor Michael Götzhaber zugerechnet. Der bürgerliche Grasl bekommt mehr Macht. Für Aufregung sorgt, dass ÖVP-Stiftungsrat Helmut Krieghofer wird Tiroler Landesdirektor. (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
Thomas Prantner (im Bild) soll - auf Wunsch der Blauen und Orangen - stellvertretender Technischer Direktor werden, denn sein Posten als Onlinedirektor wird eingespart. Und wieder munkelt man über einen Wechsel von Pelinka in die ORF-Führungsetage. Der Jungpolitiker selbst spricht wiederholt von "haltlosen Gerüchten". (c) ORF (Hans Leitner)
Freitagnachmittag, der Tag vor Heiligabend: Wrabetz schickt eine Aussendung aus. Ihr Inhalt: Pelinka wird sein Bürochef, Prantner wird Technischer Vize-Direktor und der christlich-bürgerliche Robert Ziegler aus dem Landesstudio Niederösterreich wird Bundesländer-Koordinator. Für Aufregung sorgt zusätzlich, dass die Posten nicht ausgeschrieben wurden. (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
In den Redaktionen des ORF regt sich erster Widerstand: "ZiB 2"-Moderator Armin Wolf stellt via Twitter fest: "Ich bin wirklich ein großer ORF-Fan, aber manche Dinge in diesem Haus machen einen echt fassungslos." Wrabetz' Plan, dass sich die Aufregung um den Postenschacher über Weihnachten legen wird, geht nicht auf. Der Redakteursrat kommt erst richtig in Fahrt. (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
Fritz Wendl, Dieter Bornemann (im Bild) und Eva Ziegler vom Redakteursrat schreiben in einem E-Mail an die Mitarbeiter, sie prüfen (juristische) Maßnahmen gegen die Postenbesetzungen. Auch die Auslandskorrespondenten äußern in einem Schreiben Kritik. Und im ORF startet eine Unterschriftenaktion gegen die Postenvergaben. (c) ORF (Ali Schafler)
Die Ausschreibung des Bürochef-Postens wird in der "Wiener Zeitung" nachgereicht: Eine Redakteursstelle in der Verwendungsgruppe 16 (von insgesamt 18). Besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten werden nicht verlangt. Was den ORF-Mitarbeitern sauer aufstößt: Als Redakteur hat man steuerliche Vorteile und Einblick in das Redaktionssystem - etwa in die Texte für die "ZiBs". Bruttogehalt: 5270,65 Euro. Und: "Bei den Besetzungen werden Gesichtspunkte der Hebung des Frauenanteils besonders berücksichtigt." (c) Screenshot: DiePresse.com
Während Wrabetz die Postenvergabe verteidigt ("Entscheidung muss bei mir liegen"), werden auch aus der Politik kritische Stimmen laut: "Pelinkas Bestellung schädigt den ORF", sagt Salzburgs Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller dem "Standard". In Richtung der eigenen Partei meint sie: "Wir sollten so etwas nicht nötig haben." Ansonsten verhält sich die SPÖ auffallend still. (c) APA/FRANZ NEUMAYR (FRANZ NEUMAYR)
Eine besonders prominente Stimme meldet sich zu Wort: Die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek behandelt den Fall in dem Text "Der kleine Niko": Sie beschreibt Niko Pelinka und Laura Rudas als "Totengräber" der Sozialdemokratie. (c) Dapd (Rudi Blaha)
Die Verwandtschaft schaltet sich ein: "News"-Chefredakteur Peter Pelinka gibt sich neutral und betont die Eigenständigkeit des Sohnes. Nikos Onkel und Politikwissenschaftler Anton Pelinka wettert in der "Zeit": Der mediale Aufruhr "ist nicht Kritik - das ist der irrationale Zorn einer Generation, die sich eines nicht eingestehen will: Auch ihr folgt eine neue Generation nach." (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
Via Medien richtet man sich auf dem Küniglberg gegenseitig Auffassungsunterschiede aus: Niko Pelinka erklärt in der Sonntag-Ausgabe der "Kronen Zeitung", er habe Wrabetz angeboten, seine Bewerbung zurückzuziehen. (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
"Die ORF-Spitze wird politisch erpresst", meint Armin Wolf im "Profil". Wrabetz erwidert: "Ich lasse mich nicht politisch erpressen." In Interviews mit der „Krone“ und der APA sagt er, es bleibe sein Wunsch, dass Niko Pelinka sein Büroleiter wird. (c) APA (HERBERT PFARRHOFER)
Redakteursversammlung im ORF: Zentralbetriebsrat und "ZiB"-Redaktion fordern in einer Resolution, Wrabetz solle die Postenbesetzungen zurücknehmen – sie seien "weder formal noch juristisch haltbar". Auch die Familienkommunikation im Hause Pelinka scheint an der Affäre zu leiden: Peter Pelinka droht seinem Sohn via "Falter" eine "Watschen" an, falls dieser im ORF politisch interveniere. (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Unterdessen taucht ein brisantes E-Mail von Niko Pelinka an die Stiftungsräte auf: Der 25-Jährige, der seine Funktion im Stiftungsrat zurückgelegt hat, lädt die Stiftungsräte zur "fraktionellen Besprechung" in das "Klubvorstandszimmer der SPÖ im Parlament" ein. Und zwar, um mitunter seine "Nachfolge", die Pelinka unter Anführungszeichen setzt, zu besprechen. Medienbeobachter befürchten, dass Pelinka seinen Job als Leiter des SPÖ-"Freundeskreises" im Stiftungsrat hinter den Kulissen weiter ausführen will. Das E-Mail geht außerdem an Cap und Rudas. Nach Bekanntwerden der Aktion (im "Kurier) wird die gemeinsame Sitzung abgeblasen. (c) APA/ANDREAS PESSENLEHNER (ANDREAS PESSENLEHNER)
Die Ergebnisse der Unterschriftenaktion sind da: Mehr als ein Drittel aller ORF-Mitarbeiter, nämlich 1316 von 3281, haben die "Liste für einen unabhängigen ORF" unterschrieben. Die "ZiB"-Redaktion fordert Pelinka in einem offenen Brief auf, "im Interesse des ORF Ihre Bewerbung zurückzuziehen". Pelinka erwidert: Er tue das nur, wenn Wrabetz das wolle. Und der will nicht. Das macht er auch in der Redakteursversammlung klar. (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
Die "ZiB"-Redaktion stellt ein Protestvideo auf YouTube: 55 Redakteure und Moderatoren des Aktuellen Dienstes verlesen darin eine Protestnote. Die Breitenwirkung ist enorm. Stiftungsratsvorsitzende Brigitte Kulovits-Rupp – Mitglied jenes SPÖ-"Freundeskreises", den Pelinka bis vor Kurzem leitete – empfiehlt Wrabetz, die Ausschreibung zurückzuziehen.
Die Protestfront wird breiter: Die Grünen wollen den Stiftungsrat neu gründen. Die Causa ist Thema im Nationalrat: Ein "Dringlicher Antrag" der Grünen verlangt eine Entpolitisierung des ORF-Stiftungsrats.Im Laufe des Tages sickert durch: Pelinka wird offenbar doch nicht Büroleiter. Er dürfte ein anderes Angebot haben. (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
Am Donnerstagvormittag ist es dann soweit: Niko Pelinka übermittelt eine schriftliche Stellungnahme an die Austria Presse Agentur, in der er erklärt, dass er seine Bewerbung zurückzieht. Die "öffentliche Debatte über meine Person und meine mögliche Bestellung zum Büroleiter des ORF-Generaldirektors hat ein Ausmaß erreicht, das nicht mehr akzeptabel ist", heißt es darin. Mit seinem Rückzug wolle er, "weitere untergriffige Angriffe gegen mich, meine Familie und mein persönliches Umfeld vermeiden" und die "wochenlange Weiterführung dieses unwürdigen Theaters" verhindern. (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
Pelinka, der Stiftungsrat und der Protest der Redakteure
Der ORF-Redakteursrat legt den Klubobleuten der Parlamentsparteien ein „Sündenregister“ der Stiftungsräte vor – und Ideen für ein neues ORF-Gesetz. Der Stiftungsrat müsse „sich selbst erneuern“ und schrumpfen.
Der Essayist und Vielfernseher spricht über die "Tragödie", die die aktuellen ORF-Ereignisse für ihn sind, den Wandel der Sozialdemokratie und das hochgesteckte, aber unerreichbare Ideal der Unabhängigkeit.
Weniger Kritik als erwartet erntete Alexander Wrabetz von den Stiftungsräten - dafür erhielt er von den freien Redakteuren eine Protesttorte. Bis Juni müssen 540 Mitarbeiter umsiedeln.