Bis September 2011 wurden 7223 Dauerparkbewilligungen ausgestellt, für zwei Jahre kostet sie 222,62 Euro. Die Stadt denkt über Ergänzungen nach. Die Parkplatzsituation hat sich dadurch wesentlich verbessert.
Wien/Innsbruck. In Innsbruck kommt die Anwohnerparkkarte seit 20 Jahren zum Einsatz und hat die Parkplatzsituation wesentlich verbessert. Die Bewilligung erfolgt für je zwei Jahre, die Kosten von 222,62 Euro setzen sich aus einer einmaligen Verwaltungsabgabe (60 Euro), einer Eingabegebühr (14,30 Euro) und einer monatlichen Parkabgabe (6,18) zusammen.
„Die Einteilung erfolgt in Innsbruck nicht in Bezirken, sondern in Zonen“, sagt Tomas Joos, Amtsleiter für Straßen- und Verkehrsrecht. „Die Dauerparkbewilligung gilt für die betroffenen Kurzparkzonen und in der Innenstadt auch für bestimmte Halteverbotsbereiche – die sogenannten Anwohnerparkstreifen. Dort darf wie in den Kurzparkzonen auch mit dem Gehbehindertenausweis geparkt werden.“
Wer eine Parkkarte für eine der 23 Zonen haben will, muss seinen Hauptwohnsitz in dem entsprechenden Gebiet haben und der Zulassungsinhaber seines Fahrzeugs sein. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass keine anderen Parkmöglichkeiten wie etwa eine private Tiefgarage oder ein Abstellplatz bestehen. Bis September 2011 wurden 7223 Parkkarten ausgestellt – bei 11.732 Kurzparkplätzen. „Das System mit den Anwohnerparkstreifen wurde nachträglich eingeführt, weil sich die Beschwerden der Anrainer gehäuft hatten, weil sie vor allem abends keinen Parkplatz finden konnten“, so Joos. „Diese Parkstreifen haben punktuell sehr zur Entspannung der Parkplatzsituation in Innsbruck beigetragen. Vor allem, seit die Überwachung vor zwei Jahren von der Polizei an die Stadt übertragen wurde und seither durch die ,Mobile Überwachungsgruppe‘ erfolgt.“
Verlängerung der Kurzparkzonen
Als Ergänzung, im Erfolgsfall auch als Alternative, werde seit einiger Zeit ebenso über eine Verlängerung der Kurzparkzonen im Stadtzentrum bis 22 Uhr nachgedacht, derzeit gelten sie bis 19 Uhr. Joos: „Wenn man die Ausweitung der Abendbewirtschaftung als optimale Variante betrachtet, würde ich das Prinzip der Anwohnerparkstreifen als zweitbeste Lösung bezeichnen, weil dabei Kurzparkplätze entfallen, die untertags für Einkäufe und andere Erledigungen genutzt werden könnten.“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.01.2012)