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Fall Breivik kostet Geheimdienstchefin das Amt

Fall Breivik kostet Geheimdienstchefin das Amt
Janne Kristiansen(c) REUTERS (Wolfgang Rattay)
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Die norwegische Geheimdienstchefin Kristiansen geriet bereits kurz nach den Anschlägen von Oslo und Utoya in die Kritik.

Die norwegische Geheimdienstchefin Janne Kristiansen ist im Gefolge der Anschläge von Oslo und Utoya zurückgetreten. Die 59-Jährige hatte bei einer Anhörung über die Anschläge möglicherweise geheime Informationen weitergegeben. Nach Angaben norwegischer Medien suggerierte Kristiansen bei der Anhörung am Mittwoch, dass der norwegische Militärgeheimdienst in Pakistan über Agenten verfügt.

Kristiansen war schon kurz nach dem Massaker im Juli vergangenen Jahres in die Kritik geraten. Ihr wurde vorgeworfen, dass ihr Polizeigeheimdienst PST Informationen über Einkäufe des Islamhasser Anders Behring Breivik in Polen zur Herstellung von Sprengstoff übersehen hatte.

Breivik hat im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe zunächst acht Menschen getötet. Anschließend erschoss der rechtsextremistische Attentäter in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 überwiegend jugendliche Teilnehmer. Im November erklärten zwei vom Gericht beauftragte Gutachter Behring Breivik wegen "paranoider Schizophrenie" für unzurechnungsfähig. Der Prozess soll im April starten.

(Ag.)