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Razzia bei RLB OÖ wegen Buwog und Terminal Tower

FILE BOSNIA RAIFFEISEN BANK
(c) EPA (Fehim Demir)
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In der Raiffeisenlandesbank OÖ haben am Donnerstag Hausdurchsuchungen stattgefunden. Die Polizei hat dabei auch Unterlagen beschlagnahmt.

Bei den Ermittlungen zum Korruptionsverdacht rund um die Buwog-Privatisierung und den Linzer Terminal Tower haben am Donnerstag bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) Hausdurchsuchungen stattgefunden. Wie die RLB OÖ Freitag früh in einer Aussendung mitteilt, seien dabei Unterlagen eingesehen worden. Auf Anfrage bestätigte ein Sprecher, dass die Wirtschaftspolizei auch Unterlagen mitgenommen habe. "Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat gestern gemeinsam mit rund 20 Beamten des Bundeskriminalamts Hausdurchsuchungen an mehreren Standorten durchgeführt", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. An mehreren Firmenadressen seien Unterlagen und Datenmaterial sichergestellt worden. "Die Amtshandlung hat bis spät in die Nachtstunden gedauert".

Die RLB OÖ betont, dass die Hausdurchsuchung "unter Wahrung des Bankgeheimnisses" durchgeführt worden sei. Die Ermittler hätten keine Kundenunterlagen mitgenommen, sondern nur Unterlagen der Bank im Zusammenhang mit den beiden Projekten Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog) und Terminal Tower Linz. Durchsucht wurde dabei auch die RLB OÖ-Zentrale am Europaplatz in Linz.

Erste Hausdurchsuchung bei RLB OÖ

Bei der Hausdurchsuchung habe es sich um die erste Durchsuchung direkt in der RLB OÖ gehandelt, bestätigte der Sprecher. Zuvor hätten die Ermittler bereits einmal bei der gemeinsamen Errichtungsgesellschaft (mit dem Baukonzern Porr) für den Terminal Tower Linz Zeugen einvernommen und Unterlagen eingesehen.

Die RLB OÖ sieht sich zu Unrecht im Visier der Korruptionsermittler: Bei den Ermittlungen rund um die Buwog-Privatisierung und die fast 10-Millionen-Euro-Provision der siegreichen Immofinanz an Peter Hochegger und Walter Meischberger habe Ex-Immofinanz Karl Petrikovics den damaligen Partner RLB OÖ belastet, daraufhin habe die Bank Petrikovics geklagt.

(APA)