Staatsoper, Burgtheater: Direktionsverträge verlängert

Staatsoper Burgtheater Direktionsvertraege verlaengert
Staatsoper Burgtheater Direktionsvertraege verlaengert(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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Dominique Meyer bleibt bis 2020, Franz Welser-Möst bis 2018 und Matthias Hartmann bis 2019 in Wien.

An den wichtigsten Kulturposten in Österreich wird auch in den kommenden Jahren nicht gerüttelt: Die Verträge der Direktion von Staatsoper und Burgtheater wurden wie erwartet vorzeitig verlängert, wie das Kulturministerium heute, Dienstag, bekanntgab. Dominique Meyers neuer Vertrag an der Staatsoper läuft dann bis 31. August 2020, seinen Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst bestellte er selbst weiter bis 2018, Matthias Hartmann bleibt zumindest bis 2019 Burgtheaterchef.

Über die Vertragsverlängerung des Staatsopern-Führungsduos war schon lange spekuliert worden - bereits wenige Monate, nachdem Dominique Meyer und Franz Welser-Möst mit der Saison 2010/11 die Arbeit aufgenommen hatten. Beide Verträge waren auf fünf Jahre abgeschlossen, nun geht es für Meyer zumindest bis zu Saisonende 2019/20 weiter, Welser-Möst wurde zunächst nur bis 2018 bestellt - mit einer Verlängerungsoption um zwei Jahre, die bis 2015 eingelöst werden muss. 2018 läuft auch Welser-Mösts Vertrag als Chefdirigent des Cleveland Orchestra aus.

Meyer und Welser-Möst hätten "den Stellenwert der Wiener Staatsoper als international führendes Opernhaus weiter ausgebaut", so Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ). Der "weltweit einzigartige Repertoirebetrieb" werde mit dem "Anspruch der höchsten Qualität behutsam gepflegt und erneuert." Meyer selbst betonte: "Wien ist mir ans Herz gewachsen, ich habe einen hervorragenden Generalmusikdirektor an meiner Seite, ein wunderbares Team und fühle mich vom Publikum sehr unterstützt. Letztendlich gibt es keine schönere Aufgabe in meinem Beruf, als die Wiener Staatsoper zu leiten." Gemeinsam mit Welser-Möst, der sich in der Aussendung darauf freut, "das entstandene künstlerische Vertrauensverhältnis zu intensivieren und auszubauen", werde man umgehend mit der Planung für 2015/16 und folgend beginnen.

Auch die Weiterbestellung von Burgtheater-Direktor Matthias Hartmanns war bereits erwartet worden. Der Burgtheaterchef wurde im Jahr 2006 gekürt, zur Saison 2009/10 übernahm er von Klaus Bachler, ebenfalls mit einem Fünfjahresvertrag bis 2014. Dem Burgtheater verleihe er seitdem "eindrucksvoll ein eigenes künstlerisches Profil und feiert mit unverwechselbaren Produktionen national wie international große Erfolge", lobte Schmied. Hartmann wiederum streute der Stadt Rosen: "Mein Weg durch den deutschsprachigen Kulturraum hat mich deswegen nach Wien geführt, weil ich hier den nahrhaftesten Boden und die größte Neugier für ein Theater des 21. Jahrhunderts finde." Für die kommenden Jahre habe er viel vor. "Ideen und Visionen für diesen großen Theatertanker Burg zu finden und nachhaltig umzusetzen, braucht Zeit. Die haben wir jetzt."

(APA)

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