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Psychiater beantragen Einweisung von Breivik in Klinik

Anders Behring Breivik
Anders Behring Breivik(c) ASSOCIATED PRESS (Anonymous)
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Der norwegische Attentäter soll zur Beobachtung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Sie erhoffen sich neue Erkenntnisse über seine Psyche. Ein erstes Gutachten hatte Breivik für unzurechnungsfähig erklärt.

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik soll auf Antrag zweier Psychiater zu Beobachtungszwecken in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Dies sei notwendig, um Behring Breiviks Verhalten zu bewerten und um zu schauen, wie er über einen längeren Zeitraum und in Kontakt mit anderen Menschen reagiert, heißt es in einem am Mittwoch von einem Osloer Gericht veröffentlichten Schreiben der Psychiater. Eine Entscheidung über den Antrag wird in der kommenden Woche erwartet.

Behring Breivik soll auf Antrag der Experten für drei bis vier Wochen in eine Einrichtung in Dikemark südwestlich von Oslo eingewiesen werden. Selbst falls er isoliert untergebracht werden müsste, würde die Beobachtung wertvolle Informationen liefern, erklärten die Psychiater.

Blutbad auf Utöya

Behring Breivik hatte am 22. Juli 2011 zunächst im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet. Anschließend erschoss er in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 überwiegend jugendliche Teilnehmer.

Im November hatten zwei vom Gericht beauftragte Gutachter Behring Breivik wegen "paranoider Schizophrenie" für unzurechnungsfähig erklärt. Opfer-Anwälte dagegen forderten ein neues Gutachten, da mehrere Nebenkläger das Vorgehen Behring Breiviks während des Massakers auf Utöya als methodisch und rational wahrnahmen. Das neue Gutachten soll bis zum 10. April eingereicht werden, am 16. April beginnt der Prozess.

(Ag.)