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FC Bayern: "Lustiger" PR-Gag geht nach hinten los

Bayern-Manager Nerlinger
(c) REUTERS (Ina Fassbender)
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Eine "spektakuläre Neuverpflichtung für den Offensivbereich" hatte der Klub den Fans versprochen. Doch auf der angekündigten Pressekonferenz entpuppte sich alles als PR-Gag. Die Bayern-Fans toben.

"Wir als Fans mussten doch in letzter zeit wirklich genug Hohn und Spott ertragen, und jetzt verarscht uns der eigene Verein auch noch!!!!" war nur einer von vielen erbosten Einträgen auf der Facebook-Seite des FC Bayern. Was war passiert? Gegen 13 Uhr hatte der deutsche Fußball-Rekordmeister eine Pressekonferenz angekündigt. Auf der Homepage hieß es, man wolle einen Neuzugang vorstellen. Und zwar nicht irgendeinen: "Eine spektakuläre Neuverpflichtung für den Offensivbereich" hatte Manager Christian Nerlinger versprochen. Ein Spieler, den man auch in Barcelona oder Manchester spielen lassen könne, wenn sich Mario Gomez einmal verletzten sollte. Umgehend wurde in den einschlägigen Forem auf Wildeste spekuliert. Namen wie Didier Drogba oder Lucas Barrios machten die Runde. Auch von Lionel Messi oder Kaka wurde schon geträumt.

Als um 14 Uhr aber der Schleier gelüftet wurde, war der Aufschrei groß. Statt des "Krachers" wurde lediglich das Facebook-Projekt "The New FCB Star" präsentiert. "Liebe Fans, ihr habt es natürlich alle schon längst gemerkt. Das Video von der PK war natürlich nicht ganz ernst gemeint, sondern ist ein kleiner Spaß für unsere Fans auf Facebook, bei dem der Fan im Mittelpunkt steht", hieß es etwas verschämt auf der Bayern-Seite.

Doch für den PR-Gag hat man sich in München eine ganz falsche Zeit ausgesucht. Viele Fans haben die Pleite im Wettbieten um Marco Reus und besonders das jüngste 1:3 in Gladbach noch lange nicht vergessen. Die neu erweiterte Facebook-Seite der Bayern wurde gleich einmal mit wütenden Kommentaren überschwemmt.

Am Abend entschudligte sich der FC Bayern via Facebook bei seinen Anhängern: "Sorry liebe Fans, wie wir Euren zahlreichen Kommentaren entnehmen, seid ihr über die heutige Aktion sehr verärgert. Es war nicht unsere Absicht, Euch mit der neuen App zu enttäuschen", hieß es dort.

(Red.)