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Leere Luxusabteile: ÖBB stellen "Premium Class" ein

Blick in ein Abteil der Premium-Klasse eines railjet Zuges in Berlin am Donnerstag, 18. September 2
Ein Abteil der Premium-Klasse(c) AP (Markus Schreiber)
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Erste-Klasse-Passagiere sind offenbar nicht bereit, für Gratis-Häppchen und andere "luxuriöse" Extras einen Aufpreis von 25 Euro zu zahlen.

Weil zu wenig teure Plätze verkauft wurden, lassen die ÖBB nun die Luxusklasse "Premium Class" beim Railjet auf. Bisher konnten Bahnpassagiere gegen 25 Euro Aufpreis auf das Erste-Klasse-Ticket Sonderleistungen wie Snacks, Gratisgetränk, Platz-Bedienung, Zeitungsservice und andere Annehmlichkeiten genießen. Das alles wird von den Kunden aber zu wenig nachgefragt, oft sind die Luxusabteile leer.

Die frühere Premium Class wird daher zur Business Class, so wie es bereits beim ICE umgesetzt wurde. Ab April senken die ÖBB den Aufpreis für die frühere Premium-Class von 25 auf 15 Euro. Dabei bleibt es zwar bei Gratisgetränk und Zeitungsservice oder Catering-Bedienung am Platz, wegfallen werden aber beispielsweise die Fingerfood-Angebote. Gleich bleibt die Ausstattung (Sitze, Abteile, Raumteiler) der früheren Luxusplätze.

Pro Railjet gibt es bisher 16 Premium-Sitze, die jetzt in "Business" umbenannt werden, weiters 76 First-Plätze und 316 Economy-Sitze.

ÖBB-Ticketpreise ab April

Ein normales Bahnticket den ÖBB auf der Strecke Wien-Salzburg kostet am Schalter 47,50 Euro, mit Vorteilscard die Hälfte. Ein Erste-Klasse-Ticket der ÖBB Wien-Salzburg kostet 83,20 Euro, mit Vorteilscard 41,60 Euro. Wer da noch 15 Euro draufzahlt, kann als Business-Bahnreisender den größten Teil der Vorzüge der ehemaligen Luxusklasse Premium beanspruchen

(Ag.)