Concept Cars: Renault Captur

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Concept Cars sind die Topmodels der Autobranche:
So toll schaut es in der Realität selten aus. Oder wird der Renault Captur doch auf die Straße finden?

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Renault hat ein Designproblem. Und gleichzeitig eine große Tradition, wenn es um gelungenes Design geht. Die Franzosen haben darunter nicht nur oberflächliche Behübschung verstanden, sondern auch funktionale Innovation. Der gute, alte R4 war vielseitig und clever in der Raumausnutzung, und man schaut ihm heute noch gern nach. Das Raumkonzept des Espace hat Renault zwar nicht erfunden, aber als Pionier in Serie auf die Straße gebracht. Mit dem ersten Twingo war der klassenlose, liebenswerte Kleinwagen der 1990er-Jahre geboren. Dann leistete sich das Renault-Design ein paar Flops , und die Führung verließ der Mut. Man setzte auf beliebige Formen, trieb den Modellen ihre Eigenarten aus. Man kann auch so Autos verkaufen, zumindest kleinere und eher billige, aber auf Dauer schadet es der Marke. Auch sie wird irgendwann beliebig. Der Mann, der das bei Renault verhindern soll, heißt Laurens van den Acker. Er stammt aus Holland und gilt als Star unter den Autodesignern. Seit zwei Jahren darf er sich in den Studios nahe Paris austoben. Er soll keine Autos liefern, sondern Visionen.
Um diese darzustellen, baut man Concept Cars. Das sind die teuersten Autos der Welt, nur kann sie niemand kaufen. Wie der Renault Captur. Ein gutes Jahr hat das Team an der Studie gearbeitet. Das Einzelstück kostet 1,5 Millionen Euro in der Herstellung, dabei steckt nicht einmal ein Motor drin. Der Captur hat einen einzigen Zweck: zeigen, wohin es gehen soll mit der Marke. Wie der nächste Crossover aussehen könnte. Wenn er auf den Markt kommt, werden wir sehen, ob Renault sein Mojo wieder gefunden hat. 

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